Apple warnt Investoren vor einer Senkung der App Store Gebühren

| 15:06 Uhr | 2 Kommentare

Da einige Entwickler Apple dazu drängen, die App Store Gebühren zu reduzieren, hat das Unternehmen nun seine Investoren darauf aufmerksam gemacht, dass eine mögliche Änderung des Gebührenmodells die finanziellen Ergebnisse des Unternehmens „wesentlich nachteilig beeinflussen“ würde. Obwohl Apple zum aktuellen Zeitpunkt keine Änderung geplant hat, könnten die kartellrechtlichen Untersuchungen das Unternehmen jedoch dazu zwingen.

Fotocredit: Apple

Entwickler wollen geringere Gebühren

Seit der Einführung des App Store im Jahr 2008 hat Apple von den Entwicklern eine Gebühr in Höhe von 30 Prozent für jeden Verkauf in seinem digitalen Store erhoben – dies schließt Apps, In-App-Käufe und Abonnements ein. Diverse Entwickler haben Apple in den letzten Jahren des Öfteren aufgefordert, die Gebühren für den App Store zu senken, da sie ihn für zu teuer halten. Apple hat zwar ermöglicht, dass für wiederkehrende Abonnements nach dem ersten Jahr nur 15 Prozent Provision anfallen, für die meisten Transaktionen über das Verkaufssystem fallen jedoch immer noch die marktüblichen 30 Prozent an.

Das prominenteste Beispiel stellt der Fortnite-Fall dar. Vor einigen Monaten wurde Fortnite aus dem App Store verbannt, nachdem Epic Games für sein Spiel ein neues Update veröffentlicht hatte, das Apples In-App-Kaufsystem (und somit auch die Gebühren) unerlaubt umging. Epic Games verklagte Apple daraufhin und behauptete, dass Apple als Monopolist handele, indem das Unternehmen Entwickler zwinge, App Store Gebühren zu zahlen.

Senkung der App Store Gebühren hätte große Auswirkungen

Apples Service-Geschäft, in dem die vom App Store generierten Gebühren enthalten sind, hat sich zu einem der wichtigsten Geschäftsbereiche des Unternehmens entwickelt und soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Apple meldete am Donnerstag für das vierte Quartal einen Rekordumsatz im Service-Segment in Höhe von 14,5 Milliarden Dollar.

Wettbewerbsbehörden untersuchen weltweit, ob Apple und andere Firmen berechtigt sind, die derzeitig veranschlagten Gebühren in ihren digitalen Stores zu verlangen. Insbesondere die kartellrechtlichen Untersuchungen des US-Justizausschusses könnten dazu führen, dass Apple zu einer Umstrukturierung des Gebührenmodells gezwungen wird.

Inmitten der zunehmenden Überprüfung seiner App Store Praktiken räumt Apple in einem Bericht ein, dass die finanziellen Ergebnisse des Unternehmens „wesentlich nachteilig beeinflusst“ werden könnten, wenn die Provisionen im App Store sinken würden. Wie Apple jedoch anmerkt, verfolgt man derzeit keine Pläne, die Gebühren für Entwickler freiwillig zu senken.

(via Bloomberg)

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Gast

    Apple macht das wie jeder Vermieter einer
    Wohnung auch , ihr Store und Ihre Gebühren-
    ordnung , fertig.
    Da ist nix Kartell oder Böse ganz einfache
    Marktwirtschaft.
    Wenn da eingegriffen wird verklage ich als
    erstes die Wasserwerke , Stromanbieter und Müll.
    Sind alles richtige echte Monopole.

    02. Nov 2020 | 12:09 Uhr | Kommentieren
    • mapple

      Es geht darum, ob Apple seine Marktmacht ausnutzt. Kein App-Hersteller kann es sich erlauben, bei iOS nicht vertreten zu sein. Und das Ausnutzen dieser Machtposition ist eben schlecht für die Marktwirtschaft, die auf Wettbewerb setzt. Ob Apple das hier tut oder nicht, muss ein Gericht entscheiden.

      Deine Beispiele sind auch Quatsch, Wasserwerke und Müll sind öffentlich-rechtliche Einrichtungen der Daseinsfürsorge, die Gebühren erheben. Das alles unterliegt der Kontrolle und wird nach Rechtsverordnungen errechnet. Das hat nichts mit einem Monopol zu tun. Stromanbieter gibt es wohl tausende.

      02. Nov 2020 | 16:12 Uhr | Kommentieren

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