iPhone 12: Analysten bestätigen iPhone-Superzyklus

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Vor dem iPhone 12 Release haben Analysten gerne über einen möglichen neuen iPhone-Superzyklus berichtet – ein Jahr, in dem deutlich mehr Menschen als sonst auf die neuesten Modelle umsteigen. Vor allem die Einführung von 5G wurde als wahrscheinlicher Treiber für die zusätzlichen Verkäufe genannt. Einige Analysten melden sich nun nach dem erfolgreichen Start des iPhone 12 zu Wort und erklären, dass die Voraussagen in einem „fast beispiellosen Ausmaß“ eingetroffen sind. Bei der Gelegenheit erklären die Branchen-Experten auch, dass der Chiphersteller Qualcomm ein großer Profiteur von Apples Erfolg ist.

iPhone-Superzyklus

Der letzte echte Superzyklus fand 2014 statt, als Apple zu größeren Displays überging und damit einen starken Nachholbedarf auslöste. Die große Frage war, ob die Verkäufe des iPhone 12 mit dem Hype vor der Markteinführung mithalten können, und Wedbush glaubt, dass die Antwort ja lautet.

Die Investmentbank stützt seine Schlussfolgerung auf Überprüfungen der Lieferkette und sagt, dass sie so etwas seit 2014 nicht mehr gesehen hat. So heißt es in einer Mitteilung (via 9to5Mac) an Investoren:

„Der iPhone 12 Superzyklus ist in vollem Gange; bisher entspricht die Realität dem anfänglichen Hype. Mit der in den letzten Wochen einsetzenden Auftragsaktivität für das iPhone 12 sind unsere Messwerte sehr positiv und geben uns zusätzliches Vertrauen in unsere Superzyklus-These zum iPhone 12.

Basierend auf unseren frischen Asien-Checks der letzten Tage glauben wir nun, dass die Lieferkette für das Dezember-Quartal niedrige bis mittlere 90 Millionen iPhone-Einheiten erwartet. Um dies in den Kontext zu setzen: Letzte Woche hatten wir diese Zahl im Bereich von 80 Millionen mit einem Stretch-Ziel im mittleren 80-Millionen-Bereich. Ende Oktober erwarteten wir 75 Millionen Einheiten als Grenzwert und vor etwa neun Wochen lag diese Zahl im Bereich von 65 bis 70 Millionen. Das ist ein Anstieg von etwa 35 Prozent gegenüber unseren ursprünglichen Prognosen.

Für das März-Quartal gehen wir davon aus, dass die Zahl der produzierten iPhones in der letzten Woche um weitere 5 Prozent gestiegen ist und sich nun im Bereich von 60 bis 70 Millionen befindet. Für das Juni-Quartal gehen wir davon aus, dass die anfänglichen Produktionszahlen im niedrigen 40-Millionen-Bereich liegen, mit einer möglichen Tendenz nach oben.

Einen solchen Aufwärtstrend bei der Markteinführung haben wir bei Apple schon seit Jahren nicht mehr gesehen und der einzige iPhone-Verlauf, der vergleichbar wäre, wäre das iPhone 6 im Jahr 2014, basierend auf unserer Analyse.“

Ein ähnliches Meinungsbild zeigt sich auch bei anderen Investmentbanken, wie beispielsweise Morgan Stanley, die ihr 12-Monats-Kursziel für AAPL auf 144 US-Dollar angehoben haben.

Qualcomm als großer Profiteur

Der Erfolg macht sich nicht nur bei Apple bemerkbar, auch die Zulieferpartner schreiben Rekordzahlen. Vor allem konnte Qualcomm von den starken iPhone 12 Verkaufszahlen profitieren.

Trotz der Tatsache, dass das iPhone 12 und iPhone 12 Pro später im Jahr als üblich auf den Markt kamen, eroberte der in San Diego ansässige Chiphersteller mit einem Quartalsumsatz von 4,96 Milliarden US-Dollar den Spitzenplatz unter den Chipherstellern. Das ist ein Anstieg von 37,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, so Trendforce Research.

Apple verwendete bis 2018 größtenteils Intel-Modems in seinen iPhones. Als Intel jedoch nicht in der Lage war, 5G-Chips rechtzeitig für eine Veröffentlichung im Jahr 2020 zu liefern, machte Qualcomm das Rennen. Nachdem Apple und Qualcomm einen großen Patentstreit beigelegt hatten, stellte Intel die Entwicklung seiner 5G-Modems ein und verkaufte sein entsprechendes Patentportfolio an Apple. Der Verkauf soll dann in Zukunft dazu führen, dass Apple ein eigenes Modem für seine Produkte einsetzt.

Kategorie: Apple

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