App Store: Mehrere Apps haben irreführende Datenschutzhinweise

| 18:33 Uhr | 2 Kommentare

Letzten Monat hat Apple die App-Datenschutzdetails im App Store eingeführt. Anhand des „App Store Beipackzettels“ sollen Nutzer besser über die Verarbeitung ihrer Daten aufgeklärt werden. Wie die Washington Post berichtet, nehmen es manche Entwickler bei der Angabe des Datenhungers ihrer Apps jedoch nicht immer so genau, was teils zu irreführenden Angaben führt.

Falsche Datenschutzinformationen im App Store

Apple verlangt seit Anfang Dezember, dass Entwickler bei der Einreichung neuer Apps oder Updates eine Reihe von Datenschutzhinweise zu ihren Apps angeben. Hierzu gehört unter anderem die Information, welche Daten zum Tracking der Person genutzt werden oder welche Daten mit der Identität des Nutzers verknüpft werden.

Was eine sehr praktische Funktion ist, hat jedoch einen kleinen Haken, wie Geoffrey A. Fowler von der Washington Post festgestellt hat. So schenkt Apple den Entwicklern das Vertrauen, dass die Angaben der Richtigkeit entsprechen. So findet sich im Kleingedruckten der Hinweis, dass die Angaben nicht von Apple überprüft wurden. Es besteht somit immer die Möglichkeit, dass ein Entwickler unehrlich ist.

Eine Stichprobe zeigte dann auch gleich, dass „mehr als ein Dutzend“ Apps „entweder irreführende oder fehlerhafte“ Datenschutzhinweise angeben. Eine dieser Apps war ein Spiel namens „Satisfying Slime Simulator“, das laut Fowler die Werbekennung seines iPhones und andere Gerätedaten an Unternehmen wie Facebook, Google und Unity sendet, obwohl das Datenschutzetikett „Keine Daten erfasst“ anzeigt. Ebenso war es bei den Apps Rumble, Maps.me und FunDo Pro. Mittlerweile wurden bei den meisten der genannten Apps nachgebessert.

Als Reaktion auf den Bericht sagte Apple, dass das Unternehmen „routinemäßige und fortlaufende Prüfungen der bereitgestellten Informationen durchführt“ und mit den Entwicklern zusammenarbeitet, um etwaige Ungenauigkeiten zu korrigieren. Apple fügte hinzu, dass „Apps, die die Datenschutzinformationen nicht korrekt offenlegen, zukünftige App-Updates verwehrt bleiben oder in einigen Fällen ganz aus dem App Store entfernt werden können, wenn sie nicht in Übereinstimmung mit den Vorgaben gebracht werden.“

Kategorie: App Store

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2 Kommentare

  • Bananarama

    „Eine Stichprobe zeigte dann auch gleich, dass „mehr als ein Dutzend“ Apps „entweder irreführende oder fehlerhafte“ Datenschutzhinweise angeben.“
    Falsch, Fowler hat ingesamt nur etwas mehr als ein Dutzend Apps getestet. Davon waren dann über die Hälfte angeblich mit falschen Angaben. Also ungefähr 13 getestet und 7 oder 8 waren (angeblich) falsch.
    Sowas nennt man Clickbait. Zurecht.

    31. Jan 2021 | 20:56 Uhr | Kommentieren
    • Bananarama

      Korrektur: Fowler behauptet „a couple dozen apps“ getestet zu haben, von denen „more than a dozen“ angeblich „misleading or flat-out inaccurate“ gewesen wären. „a couple dozen“ kann einige Dutzend, mehrere Dutzend oder auch nur zwei Dutzend bedeuten. Wenn allerdings „more than a dozen“ einen so hohen Wert darstellen soll, der ein skandalierendes Elaborat wie Fowlers rechtfertigt, dann kann die Summe der von ihm angeblich getesteten Apps nicht viel höher als bei 24 liegen.
      Trotzdem wirft er Apple mangelte Kontrolle vor, gleich nachdem er sich ausgiebig darüber ausließ, dass Apple die absolute Kontrolle über den App-Store habe. Witzig.
      Überhaupt lesen sich große Strecken seines Geschreibsel wie ein Bewerbungsschreiben für einen Posten bei Google oder Facebook.
      Oder wie ein Kommentator schrieb: „Propaganda“.

      31. Jan 2021 | 21:45 Uhr | Kommentieren

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