Apple zeigt, wie Schüler eine Sprachlern-App entwickeln

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Das iPad wird bereits an vielen Schulen für den Unterricht eingesetzt. Dabei finden Schüler auch neue Möglichkeiten das Tablet zu nutzen. So zeigt Apple heute, wie Schüler in Neuseeland das iPad verwenden, um eine Sprachlern-App für die samoanische Sprache zu entwickeln, nachdem ihr Sprachlehrer die Schule verlassen hatte.

Fotocredit: Apple

Die Entwicklung einer eigenen Lern-App

Als Kinder der Bromley School in Neuseeland erfuhren, dass ihr samoanischer Sprachlehrer an eine örtliche weiterführende Schule wechseln wird, beschlossen die Schüler, dass sie weiterhin Gagana Sāmoa – die Sprache der Samoanischen Inseln – lernen wollten, aber es war kein Ersatzlehrer verfügbar.

Daraufhin fragte eine Gruppe von Schülern im Alter von 8 bis 11 Jahren ihren Schulleiter, ob er ihnen helfen könne, einen Weg zu finden, den Unterricht fortzusetzen. Glücklicherweise hat an der Bromley School jeder Lehrer und jeder Schüler sein eigenes iPad. Es gibt ein Apple TV in jedem Klassenzimmer und eine Flotte von Macs für die Programmierarbeit. Die Schüler gründeten eine Forschungsgruppe, die Digi Navigators, und begann, mit der Hilfe der Technologie nach Lösungen zu suchen.

Zunächst erkundeten sie Apps, Bücher und Webseiten, von denen sie dachten, dass sie helfen könnten, aber viele davon waren für jüngere Lernende nicht geeignet. Sie waren oft zu textlastig und boten keine Audiodateien, um die Aussprache zu unterstützen. Oft fehlten Bilder, um das Verständnis zu fördern. Auch unterstützende Lehrmethoden wie kleine Spiele in den Apps suchten die Schüler vergebens.

Es musste also eine eigene Lösung her, weswegen die Digi Navigators einen Prototyp einer App zum Erlernen der samoanischen Sprache erstellten. Da die Schule umfangreich mit Apples Hardware ausgestattet ist, konnten die jungen Entwickler auch gleich loslegen. So erklärt Jeremiah Laufiso, ein Schüler der Bromley School:

„Wir haben uns entschieden, einen Prototyp für eine App namens ‚Let’s Learn Samoan‘ zu erstellen, weil alle Kinder an unserer Schule Zugang zu einem iPad haben und wir wollten, dass es für jeden zugänglich ist.“

Für den Anfang verwendeten sie die App Keynote. Sie ermöglicht es ihnen, Text, Zeichnungen, Audioaufnahmen, Animationen und Hyperlinks an einem Ort zu kombinieren. Zudem nutzte Mele Togiaso, Lehrer an der Bromley School, Apples kostenlosen „Everyone Can Code“-Lehrplan, um die Gruppe durch den Entwicklungsprozess zu führen.

Nach dem Brainstorming von Ideen und der Erstellung von Wireframes für ihre App teilten sich die Schüler in Teams auf, um die App zu erstellen. Es folgten viele Tests und die Hilfe eines Gagana Sāmoa-Experten aus ihrer Gemeinde. Im September 2020 wurden die Digi Navigators schließlich eingeladen, ihre Idee bei einer Veranstaltung vorzustellen.

Vor einem Publikum von 50 lokalen Tech-Experten, Investoren und Lehrern wurde die App begeistert aufgenommen, weswegen der lokale Angel-Laden bereits seine finanzielle Unterstützung zugesichert hat. An der App wird noch gearbeitet, doch schon jetzt weiß Mele Togiaso, dass die Schüler im Zuge des Projekts sehr viel gelernt haben, nicht nur über die Sprache und Technologie:

„In der pazifischen Kultur erreichen wir gemeinsam etwas. Es geht nicht um den Erfolg eines Einzelnen – niemand wird außen vor gelassen. Diese Erfahrung hat unseren Schülern gezeigt, dass es nicht reicht, wenn ein kleineres Team herausragend ist. Um etwas zu erreichen, müssen alle zusammenarbeiten und dafür sorgen, dass alle gemeinsam vorankommen.“

Kategorie: Apple

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