WhatsApp-CEO spricht über den Wettbewerb mit iMessage, Datenschutzkennzeichnungen im App Store und mehr

| 17:07 Uhr | 2 Kommentare

WhatsApp-CEO Will Cathcart sprach in einem Interview ausführlich darüber, wie es ist, mit iMessage zu konkurrieren, sowie über Facebooks laufende Fehde mit Apple. Cathcart ging in dem Interview auch auf die bevorstehenden Änderungen der Datenschutzrichtlinien von WhatsApp ein.

Datenschutzkennzeichnung für Apps

Will Cathcart war im Big Technology Podcast zu Gast und wurde gleich zu Beginn auf die neue Datenschutzkennzeichnung im App Store angesprochen. WhatsApp hatte sich bereits in der Vergangenheit über diese Datenschutzfunktion geäußert. Cathcart nutzte die Gelegenheit und wiederholte, dass WhatsApp glaubt, dass es Unterschiede in den Standards zwischen Apps von Drittanbietern und Apple-Apps gibt. Als Beispiel nennt er iMessage.

Offensichtlich ist er damit unzufrieden, dass Apples Messenger nicht deutlicher mit den Datenschutzhinweisen versehen wird. Die App ist nicht im App Store vertreten und erhält somit in Bezug auf die Datenschutzkennzeichnung nicht die Aufmerksamkeit wie beispielsweise WhatsApp. Wie Cathcart selber festgestellt hat, gibt Apple die Datenschutzangaben auf seiner Webseite an, das ist ihm jedoch nicht prominent genug und teilweise zu ungenau.

Konkurrenzkampf mit Apple

Cathcart wurde auch zur laufenden Fehde zwischen Apple und Facebook befragt, speziell in Bezug auf einen Kommentar von Mark Zuckerberg, in dem der Facebook-CEO erklärte, dass Apple „einer der größten Konkurrenten von Facebook“ sei.

Cathcart sagte, dass es im Interesse von Apple ist, dass „jeder ein iPhone benutzt“, denn „das Messaging-Erlebnis funktioniert bei iMessage besser, wenn jeder ein iPhone hat.“ Er fügte hinzu, dass es in Apples „strategischem Interesse ist, dass die Leute so etwas wie WhatsApp nicht benutzen“, weil hier das Risiko größer ist, dass die Leute auf ein Android-Smartphone umsteigen.

WhatsApp-Datenschutzrichtlinien

Schließlich sprach Cathcart die anstehenden Änderungen der WhatsApp-Datenschutzrichtlinien an, die zunächst den Eindruck erweckten, dass die Nachrichten der Nutzer mit Facebook geteilt werden könnten. Der WhatsApp-CEO betonte, dass sich diese Änderungen der Datenschutzrichtlinien nur auf die Kommunikation mit Unternehmen beziehen, nicht auf die zwischen Nutzern. Cathcart erklärte:

„Dieses Update ändert nichts an der Privatsphäre Ihrer persönlichen Nachrichten, daran gibt es keine Änderung. Wir beschreiben einige neue Geschäftsfunktionen, die wir für Menschen bauen, um mit Unternehmen zu kommunizieren, wenn Sie wollen. Die Leute müssen das nicht tun. Die Leute haben die Kontrolle, wenn sie es wollen.“

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Uwe

    .. ich stimme auch den neuen Bedingungen nicht zu…

    15. Mrz 2021 | 20:36 Uhr | Kommentieren
  • Peter

    „„strategischem Interesse ist, dass die Leute so etwas wie WhatsApp nicht benutzen“, weil hier das Risiko größer ist, dass die Leute auf ein Android-Smartphone umsteigen…“ – das IST TOTALER Blödsinn. Apple hat soviel getan das auch Android User Services nutzen können, Beispiel Apple Music.

    16. Mrz 2021 | 8:20 Uhr | Kommentieren

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