Apple-Kartellanhörung: Spotify und Tile beschweren sich über Apple

| 17:45 Uhr | 3 Kommentare

Die jüngste kartellrechtliche Anhörung, die sich mit den Bedenken über die Marktmacht von Apple und Google beschäftigt, ist im Gange. Hierbei sagen einige Mitbewerber vor dem US-Unterausschuss für Kartellrecht aus, darunter auch Spotify und Tile. Wenig überraschend nutzen die Konkurrenten wieder die Gelegenheit, um gegen Apple zu wettern, was zu teils befremdlichen Vergleichen führt.

Spotify spricht von einem Machtmissbrauch

Apple und Google stehen nun schon länger unter einem wachsamen Auge der Wettbewerbsbehörden. Im Mittelpunkt steht die Marktmacht der Tech-Giganten und ob diese potenziell wettbewerbswidrig handeln. Wie 9to5Mac berichtet, haben sich nun Spotify und Tile im Verfahren zu Apples Geschäftspraktiken geäußert.

Spotify hat seit dem Debüt von Apple Music eine anhaltende Fehde mit Apple. Streitpunkt sind die App-Store-Gebühren, die laut Spotify dafür sorgen, dass der eigene Musik-Streaming-Dienst nicht mit Apple Music mithalten kann, da für Spotify angeblich nicht genug Spielraum bleibt, um Geld zu verdienen.

„Apple missbraucht seine marktbeherrschende Stellung als Gatekeeper des App Stores, um sich vom Wettbewerb abzuschotten und konkurrierende Dienste wie Spotify zu benachteiligen“, sagte Horacio Gutierrez, Spotifys Chief Legal Officer, gegenüber den Gesetzgebern. Apples Einschränkungen für Entwickler, fügte er hinzu, „sind nichts anderes als ein missbräuchlicher Machtgriff und eine Vereinnahmung der von anderen geschaffenen Leistungen.“

Tile beschwert sich über „Geisel“-Programm

Das Unternehmen Tile steht als Anbieter von Tracking-Hardware seit der Vorstellung der AirTags auch in Konkurrenz mit Apple. Tiles General Counsel Kirsten Daru teilte gegenüber dem Unterausschuss mit, dass man sich nicht darauf verlassen kann, dass Apple fair spielt und brachte die gerade angekündigten AirTags zur Sprache.

Konkret sieht Tile Apples neuen Gegenstandstracker als ein Nachahmerprodukt, das nahtloser mit dem iPhone verwendet werden kann. Daru brachte auch zur Sprache, dass Apple detaillierte Informationen über Tile kennen könnte, da man seine Produkte in Apple Stores verkauft und die Tile App über den App Store vertrieben hat.

Trotz der Öffnung des „Wo ist?“-Netzwerks, sagte Tile, dass Apples Maßnahmen einem „Geisel“-Programm mit sehr strengen Bedingungen ähnelt. Der Hauptpunkt, auf den sich Daru bezieht, ist, dass, wenn ein Drittanbieter die „Wo ist?“-Unterstützung in ein Produkt einbaut, Kunden die App des Drittanbieters nicht verwenden können.

Kategorie: Apple

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3 Kommentare

  • Instinct23

    Tile will doch nur seine teuren Abomodelle in Ihrer eigenen App sicherstellen.
    Durch die „Wo ist“ App sind diese nicht mehr nötig.

    22. Apr 2021 | 18:07 Uhr | Kommentieren
  • Gast1

    Tile geht der Arsch auf Grundeis , die Produkte sind schlechter und dazu auch noch eurer.
    Das Geschäftsmodell mit dem Abodienst ist auch Müll , also weg mit dem Laden.
    Nicht rumjammern vor Gericht sondern rechtzeitig Handeln .
    Spotify ist schon vom ersten Tag in den miesen , das liegt aber nicht an Apple.
    Zudem werden die Künstler schlecht bezahlt , auch hier macht Apple die bessere Arbeit.

    22. Apr 2021 | 23:16 Uhr | Kommentieren
  • Magic21

    spotify ist sowas von heuchlerisch. sie zahlen (auch über ihre eigene plattform) viel weniger an die künstler. waren auch mit die ersten, die mit podcast geld machen… nun sind ihnen die store gebühren zu hoch…. da weiss man, woher der wind weht.

    Tile wurde mit dem öffnen der „wo ist app“ beerdigt. Natürlich wird keiner mehr die Tile app benutzen, wenn sie schlechter ist und man dafür bezahlen muss. das angebot ist schlecht sowie teuer und deshalb wird auch die nachfrage sinken.

    23. Apr 2021 | 8:34 Uhr | Kommentieren

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