Schul-Apps: Android-Apps senden deutlich öfter Schülerdaten an Dritte als iOS-Apps

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Eine neue Studie wirft einen detaillierten Blick darauf, wie Apps, die in Schulen verwendet werden, die Daten von Kindern mit Dritten teilen. Die Untersuchung ergab, dass die Mehrheit der Apps in Schulen Daten überträgt und dass die Wahrscheinlichkeit, dass Android diese Daten an „sehr risikoreiche“ Dritte sendet, 8-mal höher ist als bei iOS.

Neugierige Schul-Apps

Die neue Studie wurde von der Me2B Alliance durchgeführt und veröffentlicht. Sie umfasst eine Zufallsstichprobe von 73 mobilen Apps, die von 38 Schulen genutzt werden und „die mindestens eine halbe Million Menschen (Schüler, ihre Familien, Pädagogen usw.) betreffen, die diese Apps nutzen.“

In der Gesamtbetrachtung, die sowohl iOS als auch Android einschließt, fand Me2B heraus, dass 6 von 10 Schul-Apps Schülerdaten an Dritte senden. Dabei übermittelt jede App im Durchschnitt „an 10,6 Datenkanäle von Dritten.“ So heißt es in der Studie:

„Die Analyse ergab, dass die Mehrheit (60 Prozent) der Schul-Apps Schülerdaten an eine Vielzahl von Drittparteien sendet. Dazu gehören Werbeplattformen wie Google, an die etwa die Hälfte (49 Prozent) der Apps Schülerdaten sendet, sowie Facebook (14 Prozent). Im Durchschnitt sendete jede App Daten an 10,6 Datenkanäle von Dritten.“

Im Detail zeigt die Studie, dass der Datenhunger bei Android deutlich höher ist, als bei den iOS-Apps. 91 Prozent der Android-Apps senden Daten an Drittparteien, die mit einem „hohem Risiko“ eingestuft werden, verglichen mit nur 26 Prozent der iOS-Apps. 20 Prozent der Android-Apps senden Daten an Drittparteien mit „sehr hohem Risiko“, verglichen mit 2,6 Prozent der iOS-Apps.

Apple hat letzte Woche iOS 14.5 vorgestellt, das mit der lang erwarteten App-Tracking-Transparenz-Funktion (ATT) aufwartet. Die neue Datenschutz-Maßnahme soll verhindern, dass Nutzer über Apps und Webseiten hinweg verfolgt werden. Wie Me2B erklärt, wird ATT das Risiko der Profilbildung auf Apple-Geräten durch Dritte weiter reduzieren, was „die Vertrauenslücke zwischen iOS- und Android-Apps noch vergrößern wird.“ Der Bericht gibt jedoch zu bedenken, dass ATT in iOS „das Risiko der Profilbildung möglicherweise nicht vollständig eliminiert“.

Kategorie: Apple

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