Epic vs. Apple: Craig Federighi kritisiert Mac-Sicherheit

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Craig Federighi trat am Mittwoch im laufenden „Epic vs. Apple“-Prozess in den Zeugenstand und äußerte sich ausführlich zur Sicherheit von Apple-Produkten und zu einigen Unterschieden zwischen dem Mac und dem iPhone. Dabei erklärte Apples Chef der Softwareentwicklung, dass der Mac derzeit nicht die Messlatte für die Sicherheit erfüllt, die von iOS gesetzt wurde.

Fotocredit: Apple

iOS ist sicherer als macOS

Als Federighi von Richterin Yvonne Gonzalez Rogers gefragt wurde, warum macOS mehrere App-Stores unterstützt und iOS nicht, nutzte er die Gelegenheit, um die Sicherheit der iOS-Plattform durch einen Vergleich mit dem Mac hervorzuheben.

Mehrere App-Stores werden auf dem Mac „regelmäßig ausgenutzt“, sagte Federighi. Er fügte hinzu, dass es ein „Ausmaß an Malware auf dem Mac gibt, was wir nicht akzeptabel finden“. So habe iOS „die Messlatte für den Kundenschutz deutlich höher gelegt. Im Vergleich erfüllt der Mac jedoch diese Messlatte heute nicht“, gab er zu bedenken.

Federighi führte auch Android als Beispiel für die Gefahren von App-Stores Dritter an. Er wies darauf hin, dass „es in der Sicherheits-Community wohlbekannt ist, dass Android ein Malware-Problem hat“. Im Vergleich dazu sei es „iOS bisher gelungen, dem Problem einen Schritt voraus zu sein“.

Der Mac ist der sicherste Computer

Apples Software-Chef zufolge gibt es 130 Arten von Mac-Malware, die seit Mai letzten Jahres mindestens 300.000 Systeme befallen haben. Im Vergleich zu anderen Personal Computern, so Federighi, sei der Mac jedoch immer noch „das sicherste Gerät“, wenn er richtig bedient werde. „Ich hatte ein paar Familienmitglieder, die Malware auf ihren Macs hatten, aber letztendlich glaube ich, dass ein Mac sicher betrieben werden kann“, sagte er.

Federighi stellte das iPhone ein weiteres Mal dem Mac gegenüber, indem er sagte, dass das Smartphone viel persönlicher sei und oft sensiblere Daten enthalte. Diese Faktoren machen iPhones zu „sehr attraktiven Zielen“. In diesem Zusammenhang sagte der Apple-Manager auch, dass Mac-Nutzer „typischerweise viel vorsichtiger beim Herunterladen von Software sind.“ Im Vergleich dazu seien iOS-Nutzer daran gewöhnt, „ständig Apps zu bekommen.“ Angreifer könnten also ein viel leichter zu manipulierendes Publikum vorfinden.

Apples Enterprise-Programm wird ausgenutzt

Federighi wurde auch nach dem Enterprise Certificate Program gefragt, das es Unternehmen erlaubt, Apps auf iOS außerhalb der App Store-Prüfung zu verteilen, wenn sie sich für das Programm anmelden. Federighi erklärte, dass das Vorhaben auf einer „spezifischen Vertrauensbeziehung“ zwischen einem Unternehmen und seinen Mitarbeitern beruht.

Er sagte jedoch, dass Apple „alle Arten von Angriffen“ durch das Enterprise-Programm gesehen hat und nannte es sogar „ein Gebiet mit erheblichem Missbrauch“. Federighi fügte hinzu, dass Apple ein „Muster“ von schlechten Akteuren gesehen hat, die sich bei gefälschten Unternehmen anmelden und App-Stores einrichten, die „absolut voll“ mit Malware sind.

(via the Verge)

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