iPad Pro 2021: Halide-Entwickler spricht über die neue Frontkamera und entdeckt „Superkraft“ für Makroaufnahmen

| 14:45 Uhr | 0 Kommentare

Wenn Apple ein neues Produkt mit verbesserter Kameratechnologie herausbringt, sind auch gleich die Kamera-Experten von Halide am Start. Die Entwickler der Halide Kamera-App haben sich dieses Mal das neue M1 iPad Pro vorgenommen und gehen im Detail auf die überarbeiteten Kamerafunktionen ein, um uns einen Einblick zu geben, wie die Dinge hinter den Kulissen funktionieren.

Fotocredit: Apple

Smarte Frontkamera

In einem Blogpost schreibt Halide-Entwickler Sebastiaan de With, dass das neue M1 iPad Pro eine scheinbar duale Frontkamera mit separatem Weit- und Ultraweitwinkelobjektiven besitzt. In Wirklichkeit gibt es eine einzige physische Kamera und eine weitere, die „komplett in Software“ erstellt wird. So erklärt er:

„Das M1 iPad Pro hat diese 12 Megapixel in das nach vorne gerichtete Kamerasystem gepackt, um ein nahtloseres „Dual-Kamera-System“ zu ermöglichen: eines, das komplett in Software erstellt wird. Die Kamera ist ultraweit und nur ultraweit; dank Softwarekorrekturen und zusätzlichen Megapixeln kann das System die breite und detaillierte Kameraaufnahme einfach auf die alte Brennweite herunterschneiden.

Das Ergebnis ist etwas weniger scharf, aber genau die Art von butterweicher, softwarebasierter Lösung, die Apple für seine Center Stage-Funktion benötigt, die das Motiv quer durch einen Raum verfolgt. Auch wenn der Sensor äußerst winzig ist, nutzt Apple seine übliche Rechenmagie, um ein gutes Bild zu erhalten, und fügt eine Korrektur hinzu, um mit der Verzerrung umzugehen, die ein solch ultraweites Objektiv mit sich bringt.“

„Superkraft“ für Makroaufnahmen

Ebenfalls interessant ist, dass de With eine „versteckte Superkraft“ der rückwärtigen Kamera des iPad Pro entdeckt hat. Die Kamera hat ein anderes Linsendesign als die iPhone-Kamera, wodurch sie auf Dinge fokussieren kann, die viel näher am Sensor sind.

Das iPhone fokussiert bis zu einer Entfernung von etwa acht Zentimetern, die Kamera des iPad Pro kann hingegen sehr viel näher herangehen und ermöglicht so Makroaufnahmen, die mit dem iPhone nicht möglich sind. Da sich die Rückkamera des iPad Pro in diesem Jahr nicht verändert hat, sollte dies auch bei der vorherigen Generation des iPad Pro der Fall sein.

Hierbei ist zu beachten, dass der LiDAR-Sensor, der den Autofokus des iPad unterstützt, die Makroaufnahmen erschwert. Deswegen funktioniert die beeindruckende Makrokamera-Technik am besten, wenn man das iPad Pro mit einer App wie Halide in den manuellen Fokusmodus versetzt. Im Blogpost von de With gibt es einige schöne Beispiel-Bilder und weitere Details zum Kamera-System.

Kategorie: iPad

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