So schlägt sich der M1-Mac gegen einen Custom 21,5 Zoll iMac mit Intel Core i9 [Video]

| 15:27 Uhr | 2 Kommentare

Wie ihr vermutlich schon wisst, übertrifft der neue 24 Zoll M1-iMac die bisherigen iMacs in fast jeder Kategorie. Der YouTuber Luke Miani hat jedoch einen Intel-iMac mit einem Intel Core i9 Prozessor aufgerüstet, um ihn mit dem M1-iMac zu vergleichen – und die Ergebnisse sind recht interessant.

Fotocredit: Apple

iMac mit Intel Core i9

Genau wie andere Geräte mit dem Apple M1-Chip, etwa das MacBook Air und MacBook Pro, erreicht der M1-iMac auf Geekbench Single-Core-Scores von rund 1.700 und Multi-Core-Scores von rund 7.400. Mit diesen Werten liegt er über den meisten bisherigen iMacs mit Intel-Prozessoren.

Zum Vergleich: Der letztjährige 21,5 Zoll iMac 4K der Einstiegsklasse war mit einem Intel Core i3-Prozessor, 8 GB RAM und einer Radeon Pro 555X GPU ausgestattet und erzielte nur 950 Punkte beim Single-Core-Test und 3.300 Punkte beim Multi-Core-Test. Aber was wäre, wenn der 21,5 Zoll iMac einen deutlich besseren Prozessor hätte, wie einen Intel Core i9?

Obwohl Apple ihn nie in dieser Konfiguration verkauft hat, entschied sich Luke Miani, den 21,5 Zoll iMac selbst aufzurüsten und ersetzte den Intel Core i3 Prozessor durch einen schnelleren Intel Core i9. Zusätzlich zum Prozessor-Upgrade hat Miani das Gerät mit 32 GB Arbeitsspeicher aufgerüstet.

Eine derartige Aufrüstung des bisherigen iMac wird zwar von Apple nicht vorgesehen, aber CPU und RAM sind nicht mit dem Logic Board verlötet, weswegen ein Austausch dieser Komponenten mit einigem Aufwand möglich ist. Im Gegensatz dazu ist der M1-iMac eher wie ein iPhone oder iPad aufgebaut, da sich die CPU, der RAM und der Speicher auf einem einzigen SoC (System-on-a-Chip) befinden, sodass es keine Möglichkeit gibt, diese Komponenten zu ersetzen.

Benchmark-Tests

Hinsichtlich der Benchmark-Tests waren die Ergebnisse gemischt. Der Custom-Intel-iMac wurde vom M1-iMac in den Geekbench-5-Scores geschlagen, doch die Intel-Maschine schnitt in den Cinebench-R23-Tests, die die Grafikleistung messen, besser ab.

In einem weiteren Test mit Blender brauchte der M1-iMac etwa 7 Minuten, um eine Szene zu rendern, während der Intel-iMac 3 Minuten benötigte. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Blender nicht für den nativen Betrieb auf der ARM-Architektur optimiert ist, sodass der M1 mit einer optimierten Version der App sehr wahrscheinlich bessere Ergebnisse erzielen würde.

Unterm Strich war die Leistung des iMac mit einem der besten Intel-Prozessoren und 32 GB RAM nicht so viel besser als die des M1-iMac. Allerdings zeigt Mianis Video auch, dass die Lebensdauer eines Intel-iMacs durchaus noch mit einem inoffiziellen Hardware-Upgrade verlängert werden kann, was jedoch ein sehr aufwändiger und auch kostspieliger Eingriff ist.

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Kategorie: Mac

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2 Kommentare

  • S1

    Nur mal so für mich: Kann man M1 Rechner nicht so bauen, dass sie besonders gut aufrüstbar sind? Man müsste doch nur den kompletten SoC tauschen!? Wenn ich mir heute einen M1 iMac kaufe, warum ist es dann nicht möglich, in vier bis fünf Jahren dort einen M5 für ein paar hundert Euro reinzusetzen? Der Rechner als solcher kann doch ruhig bleiben!?

    06. Jun 2021 | 18:40 Uhr | Kommentieren
  • Dengo

    Das größte Problem wäre dann aber das viele ihren Mac einfach aufrüsten würden und das bringt nicht so viel Geld wie einen neuen zu verkaufen.
    Außerdem ändert sich viel von Jahr zu Jahr und eventuell ist dann nicht mehr alles kompatibel miteinander.
    Und dann ist da noch die Software. Wenn es dann wieder unzählige Hartware Varianten gibt dann bleibt den Softwareentwicklern nur das übrig was bei Windows der Fall ist. Man muss die einzelnen Treiber an sein System anpassen. Das wiederum kann zu Problemen führen und das wieder zu Kundenunzufriedenheit.

    06. Jun 2021 | 22:55 Uhr | Kommentieren

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