Geheimhaltung bei Apple: So versteckt Apple jetzt neue iOS-Funktionen vor seinen Mitarbeitern

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Während die WWDC21 seinen Lauf nimmt, erinnern wir uns an Apples letztjährige Entwicklerkonferenz, die gleich aufgrund von mehreren Gründen ungewöhnlich war. Neben der Tatsache, dass Apple erstmals eine virtuelle WWDC veranstalten musste, war es ungewöhnlich, dass wir die meisten neuen Features von iOS 14 schon vor der Präsentation kannten. Der Stein, der die Gerüchteküche ins Rollen brachte, war ein kompletter iOS 14 Build, der Monate vor der offiziellen Ankündigung geleakt wurde. Dieses Jahr haben wir nur wenige Dinge über iOS 15 im Vorfeld der WWDC gehört. Screenshots, tiefgreifende Details oder gar geleakte Versionen gab es keine. Das könnte Apple einer verschärften Geheimhaltungsstufe verdanken, mit der sich 9to5Mac nun genauer beschäftigt hat.

Apple-Mitarbeiter sehen nicht mehr das ganze System

Wie 9to5Mac vermutet, könnte das Fehlen von handfesten Leaks zu iOS 15 mit einer internen Änderung bei Apple zusammenhängen, bei der Funktionen von neuen Betriebssystemen vor Ingenieuren verborgen werden.

Innerhalb der internen Dateien der iOS 15 Beta 1 hat jede größere Funktion, die in diesem Jahr eingeführt wird, eine eindeutige Kennung (Flag), die mit einer „Voraussetzung für eine Offenlegung“ verbunden ist. Mit anderen Worten, dies ermöglicht es Apple, nur bestimmte neue Systemfunktionen in internen Builds zu aktivieren, sodass ein Ingenieur oder Designer in einem Bereich nicht alles sehen kann, was in anderen Bereichen neu ist.

Um eine interne Version von iOS laufen zu lassen, muss jeder Mitarbeiter zunächst ein spezielles Profil auf dem Gerät installieren – so wie wir es beim Herunterladen von Beta-Versionen machen. Jedes Profil bestimmt welche der neuen Funktionen aktiviert werden.

Tim Cook sagte bereits im Jahr 2012, dass man bei Apple „die Geheimhaltung von Produkten verdoppeln“ will. Vermutlich wird Apple nun das gleiche System bei Funktionen einsetzen, die mit neuer Hardware zu tun haben. Während dies sicherlich keine Garantie gegen Leaks ist, so kommt es Apples Anspruch an die Geheimhaltung doch ein ganzes Stück näher.

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