Bericht: Steigende Chip-Preise werden bis 2022 anhalten und sich auf das Smartphone-Geschäft auswirken

| 18:33 Uhr | 0 Kommentare

Aus einem neuen Bericht von Nikkei Asia geht hervor, dass die Preise für Chips und Geräte im Allgemeinen bis 2022 steigen werden, da die weltweit größten Auftrags-Chiphersteller ihre Produktionskosten erhöhen, was sich auf das gesamte Smartphone-Geschäft auswirken könnte.

TSMC zieht an der Preisschraube

Nikkei Asia zufolge lagen die Produktionskosten von Auftragsfertiger TSMC, der Chips für Apple, Nvidia und Qualcomm herstellt, stets um rund 20 Prozent höher als die seiner Konkurrenten. Doch angesichts der Halbleiterknappheit verlangen einige der Konkurrenten bereits mehr als TSMC. Nun wird erwartet, dass das Unternehmen die größte Preiserhöhung seit einem Jahrzehnt vorbereitet, was sich auf viele Technologieunternehmen auswirken könnte. In dem Bericht von Nikkei Asia heißt es:

„Diese höheren Preise sind auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen, darunter höhere Material- und Logistikkosten sowie der Wettlauf der Gerätehersteller um eine ausreichende Versorgung mit Chips, der sich seit Beginn der Chip-Knappheit Ende letzten Jahres abgezeichnet hat.“

Aus Branchenkreisen erfuhr Nikkei Asia, dass TSMC bestrebt ist, das sogenannte „Double-Booking“ zu unterbinden, bei dem Kunden mehr Chips bestellen, als sie tatsächlich benötigen, in der Hoffnung, sich angesichts der weltweiten Lieferengpässe Platz in den Produktionslinien und Unterstützung von Vertrags-Chipherstellern zu sichern. Für TSMC ist es dadurch schwierig geworden, die tatsächliche Nachfrage zu erfassen.

Mittelfristig wird auch Apple nicht von der Preiserhöhung verschont bleiben, wenn es in die nächsten Verhandlungen mit TSMC geht. Counterpoint Research ist derweil der Meinung, dass die steigenden Kosten für Chips sogar die Geschäftsstrategien einiger Smartphone-Hersteller beeinflussen könnten. So erklärt das Marktforschungsunternehmen:

„Die Nettogewinnspanne der Smartphone-Hersteller (außer Apple) beträgt nur etwa 5 bis 10 Prozent. In diesem Fall werden die steigenden Chip-Kosten definitiv alle Branchenakteure dazu veranlassen, im nächsten Jahr höherwertige Smartphone-Modelle auf den Markt zu bringen, um die Kostenauswirkungen zu kompensieren, anstatt sich auf Mittelklasse- oder Low-End-Geräte zu konzentrieren.“

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