App Store: Entwickler können in Südkorea bald eigene In-App-Kaufsysteme einsetzen – Apple soll Pläne für eine Umsetzung einreichen

| 21:45 Uhr | 0 Kommentare

Im August verabschiedete Südkorea eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes. Nach der Änderung darf es Apple und Google Entwicklern nicht verbieten, ein eigenes In-App-Kaufsystem in ihren Apps einzusetzen. Apple ist nicht sehr erfreut über diese Neuerung und Google streitet womöglich noch hinter den Kulissen, aber wenn die rechtlichen Entscheidungen eintreffen, können sie nicht mehr viel tun. Und somit sollen nun die Tech-Giganten bis Mitte Oktober ihre Pläne zur Einhaltung der neuen Telekommunikationsregeln vorlegen.

Entwickler können in Südkorea bald eigene In-App-Kaufsysteme einsetzen

Südkorea will verhindern, dass große Plattformbetreiber wie Apple und Google App-Entwickler auf eingebaute Zahlungssysteme beschränken. Wie Reuters berichtet, hat die südkoreanische Regierung entschieden, dass Apple und Google bis Mitte Oktober Zeit haben, Pläne zur Einhaltung der neuen Telekommunikationsregeln vorzulegen, die von der Justizbehörde eingeführt wurden.

Apple hat in den letzten Wochen einige Zugeständnisse an seine App-Store-Politik gemacht, insbesondere die Möglichkeit für Entwickler, in ihren Apps Links zu externen Webseiten einzufügen, auf denen Käufe getätigt werden können. Diese Zugeständnisse bleiben hinter dem von Südkorea geschaffenen Mandat zurück. Somit muss Apple für den südkoreanischen Markt weitere Anpassungen vornehmen, so dass Entwickler, Zahlungsmethoden von Drittanbietern direkt in ihre App einbauen können.

Nachdem sich bereits im August die Gesetzesänderung angekündigt hatte, gab Apple zu bedenken, dass die Neuerung auch Nachteile für Kunden und Entwickler bringen wird. Ein Sprecher des Unternehmens erklärte damals:

„Der vorgeschlagene Telecommunications Business Act wird Nutzer, die digitale Güter aus anderen Quellen kaufen, dem Risiko des Betrugs aussetzen, den Schutz ihrer Privatsphäre untergraben, die Verwaltung ihrer Einkäufe erschweren und Funktionen wie ‚Kaufanfrage‘ und Jugendschutz-Maßnahmen weniger effektiv machen. Wir sind der Meinung, dass das Vertrauen der Nutzer in App-Store-Käufe infolge dieses Vorschlags sinken wird, was zu geringeren Chancen für die über 482.000 registrierten Entwickler in Korea führen wird, die bis heute mehr als 8,55 Billionen KRW (Südkoreanische Won) mit Apple verdient haben.“

Apple betreibt den App Store weltweit nach größtenteils einheitlichen Richtlinien. Es bleibt abzuwarten, ob das in Südkorea verabschiedete Gesetz einen Dominoeffekt auf der ganzen Welt auslösen wird. Apple hatte sich gerade erst erfolgreich gegen ähnliche Forderungen im Rechtsstreit mit Epic Games wehren können. Doch auch in der EU haben es die Wettbewerbshüter auf die digitalen Marktplätze von Apple und Google abgesehen.

Kategorie: Apple

Tags: ,

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.