Intel möchte gerne Apple Silicon Chips produzieren

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Wir haben nun schon des Öfteren gehört, dass Intel gerne Apple wieder als Kunden zurückgewinnen würde. Zuletzt erklärte Intel-CEO Pat Gelsinger, dass man bessere Chips als Apple herstellen will, um das Unternehmen aus Cupertino von sich überzeugen zu können. Das muss nicht zwangsläufig mit Intels x86-basierten Prozessoren erfolgen, sondern könnte laut einem neuen Bericht auch in Form einer Auftragsarbeit über die Bühne gehen. Digitimes zufolge hofft Intel darauf, von Apple Aufträge für die Herstellung von Apple Silicon Prozessoren zu erhalten, die derzeit alle von TSMC hergestellt werden.

Intel will für Apple produzieren

Wie Digitimes aus nicht näher genannten Branchenkreisen erfuhr, bemüht sich Intel um Aufträge für die Herstellung der Apple-Prozessoren. Die Quellen sagen jedoch auch, dass TSMC vorerst der einzige Lieferant bleiben wird.

Das könnte sich jedoch ändern, wenn Intel seine Fertigung auf TSMC-Niveau steigern kann. Das ist zumindest laut den Quellen das Ziel des Unternehmens. Dann könnte man auch womöglich Apple von der eigenen Produktion überzeugen.

Interessant ist auch die Erwähnung von Samsung in dem Bericht. So soll auch der koreanische Hersteller um Apples Aufmerksamkeit buhlen. Samsung war immerhin schon zuvor ein wichtiger Fertigungspartner von Apple und steuerte damals einen großen Teil der iPhone- und iPad-Prozessoren bei.

Apple setzt auf TSMC

Insbesondere der Umstieg von Intel-Chips auf hauseigene Prozessoren im Mac-Segment und das iPhone 13 sorgen derzeit für ein gesteigertes Auftragsvolumen bei TSMC. Die Partnerschaft verläuft zusammengefasst für Apple und auch TSMC durchaus positiv. Apple erhält die wohl fortschrittlichste Halbleiter-Technik und TSMC verzeichnet mit Apple als größten Kunden regelmäßig einen beachtlichen Umsatz. Apple hat den Chip-Hersteller bereits des Öfteren gelobt, weil dieser in der Lage ist, „Massenprodukte in hoher Qualität herzustellen und flexibel gegenüber neuen Technologien ist“.

TSMC gehört zweifelsohne zu den fortschrittlichsten Chip-Herstellern auf dem Markt, dennoch gab es in jüngster Vergangenheit den einen oder anderen kleineren Schluckauf bei dem in Taiwan ansässigen Unternehmen. So infizierte im Jahr 2018 ein Computervirus die in den Fabriken von TSMC verwendeten Fertigungswerkzeuge und Computer. Für Schlagzeilen sorgte auch ein ehemaliger Mitarbeiter, der Forschungs- und Entwicklungsgeheimnisse an konkurrierende Chip-Hersteller weitergegeben hatte.

Diversifizierung als Argument

Es ist jedoch nicht unmöglich, sich in diese enge Partnerschaft einzumischen. So setzt Apple stärker denn je auf die Diversifizierung seiner Zulieferkette, um weniger abhängig in der Produktion zu sein. Falls sich Intel und Samsung tatsächlich für Apple qualifizieren, haben sie zumindest dieses Argument auf ihrer Seite. Kurzfristig wird dies jedoch ohnehin nicht möglich sein. Angesichts Intels milliardenschweren Investitionen in neuen Fertigungsanlagen könnte es jedoch langfristig recht interessant werden, wobei Samsung hier einen Vorsprung haben dürfte.

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