macOS Monterey: Diese Funktionen werden nicht von Intel-Macs unterstützt

| 7:00 Uhr | 4 Kommentare

Gestern Abend hat Apple macOS Monterey veröffentlicht. Das Update bringt einige neue Features. Aus den Release-Notes und begleitenden Dokumenten geht hervor, dass sich Nutzer bewusst sein sollten, dass einige der neuen Funktionen nur für Geräte mit Apple Silicon Chips verfügbar sein werden. Mit anderen Worten, sie funktionieren nicht auf Intel-betriebenen Macs.

Bestimmte Funktionen nur für Apple Silicon Macs

Eine Differenzierung der Benutzererfahrung ist für iOS-Nutzer nichts Neues, da die neuesten iPhone-Modelle jedes Jahr mit Funktionen aufwarten, die auf den iPhones, die Apple im Vorjahr veröffentlicht hat, nicht verfügbar sind. Mac-Nutzer hingegen sind solche rasanten Änderungen nicht gewohnt. Die folgenden Funktionen von macOS Monterey werden auf einem Intel-Mac nicht verfügbar sein – oder im Fall von Object Capture hohe Hardwarevoraussetzungen haben.

Porträtmodus in FaceTime

Mit dem Porträtmodus in macOS Monterey kann man den Hintergrund während eines FaceTime-Anrufs unscharf machen, so dass der Fokus auf einem selbst liegt und nicht auf dem, was hinter einem ist,

Interaktiver Globus in der Karten-App

Auf Macs mit M1-, M1 Pro- und M1 Max-Chips hat Apple die Karten-App um eine neue Globusansicht erweitert, mit der man die Welt drehen und in verschiedene Regionen der Erde zoomen kann. In früheren Versionen von macOS wurde beim maximalen Herauszoomen in Maps eine flache Weltkarte angezeigt. Mit der neuen Globusansicht erhält man nun eine dreidimensionale Ansicht der Erde aus dem Weltraum.

Detailliertere Städte in der Karten-App

Mit dem Globus kann man auch in Gebiete vordringen, in denen man detailliertere Informationen findet. Dazu gehören geologische Merkmale wie Gebirgszüge, Wüsten, Wälder und Ozeane sowie umfassendere Karten von Städten wie San Francisco, Los Angeles, New York und London mit Details zu Höhe, Straßen, Bäumen, Gebäuden, Wahrzeichen und mehr. Wenn man einen Intel-basierten Mac verwendet, stehen diese zusätzlichen Details nicht zur Verfügung.

Object Capture

Mit Object Capture können Benutzer ein fotorealistisches, AR-optimiertes 3D-Objekt erstellen, indem sie eine Reihe von Fotos zusammenfügen. Diese Technik wird Photogrammetrie genannt und erforderte bisher eine spezielle Software. Mit Monterey hat Apple seine Object Capture API in macOS integriert, was den Prozess schneller und viel einfacher macht, wenn man eine App verwendet, die dies unterstützt.

Die App PhotoCatch kann beispielsweise ein Video oder mehrere Fotos eines Objekts aus verschiedenen Blickwinkeln importieren und ohne zusätzlichen Aufwand in ein realistisches 3D-Modell des Objekts verwandeln, das dann problemlos in jede AR-App integriert werden kann. Alle Apple Silicon Macs unterstützen Object Capture. Bei Intel-Macs geht es erst ab mindestens 16 GB RAM und 4 GB VRAM los.

‎PhotoCatch
‎PhotoCatch
Entwickler: EOS Innovations LLC
Preis: Kostenlos

Siri Text-to-Speech

Die Text-to-Speech-Funktion in macOS ermöglicht es Nutzern, Textabschnitte auszuwählen oder ganze Dokumente zu markieren, um sie sich vorlesen zu lassen. Nutzer von Apple Silicon Macs können die Text-to-Speech-Sprachfunktion in mehr Sprachen anwenden als Nutzer von Intel-basierten Macs, darunter Schwedisch, Dänisch, Norwegisch und Finnisch.

Diktat-Funktion

Mit dem Tastaturdiktat kann man Text überall dort diktieren, wo man ihn auch tippen kann, wobei die Funktion immer besser wird, je öfter man sie benutzt. Auf Apple Silicon Macs schützt das Tastaturdiktat jetzt die Privatsphäre des Benutzers, indem es die gesamte Verarbeitung auf dem Gerät durchführt, d. h. sie erfolgt vollständig offline. Zudem können Benutzer beliebig langen Text ohne Zeitüberschreitung diktieren. Auf Intel Macs gibt es allerdings ein Zeitlimit von 60 Sekunden.

‎macOS Monterey
‎macOS Monterey
Entwickler: Apple
Preis: Kostenlos

Kategorie: Mac

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4 Kommentare

  • JB

    Porträtmodu Facetime mit unscharfem Hintergrund? Das bietet Zoom, Teams u.a, schon ewig. Warum soll das nur auf M1 Chips gehen?

    26. Okt 2021 | 7:13 Uhr | Kommentieren
  • Tom

    Object Capture: „Bei Intel-Macs geht es erst ab mindestens 16 GB RAM und 4 GB VRAM los.“ Das ist so nicht richtig: PhotoCatch unterstützt ausschließlich M1 Prozessoren und iOS. Nix mit Intel, egal wie groß das VRAM ist.

    26. Okt 2021 | 8:37 Uhr | Kommentieren
  • Schnupsihasimausi

    Weil Apple dazu aus Effizienz- und Performancegründen auf Funktionen des ISP zurückgreift, den es in Intel-Macs nicht gibt.

    Wie Zoom und Konsorten das Problem lösen kannst du ja hören, wenn du deren Applikationen startest. Dass dein Rechner dabei nicht abhebt liegt nur daran, dass du im Büro keine 4km Startbahn zur Verfügung stellst.

    Bei Facetime mit 20 Leuten und aktivem Blur zuckt der Lüfter vom M1 nicht mal, sofern man überhaupt einen Lüfter am M1 hat.

    26. Okt 2021 | 10:01 Uhr | Kommentieren
  • Andre

    Na ja ich mach Teams oft mit grösseren Teams am Intel Mac nicht nur mit Bluer sondern komplett mit getauschtem Hintergrund viele meiner Kollegen glauben das wäre tatsächlich mein Homoffice Büro so gut ist die Umsetzung.
    In so fern geht das auch ganz ohne M1 Chip haben andere schon vor Jahren vor gemacht.

    Es ist natürlich logisch das man nicht jede Funktion die man in Hardware im M1 hat für andere Architekturen nach bauen will alleine wegen der Kosten. Was sagt Apple denn den Leuten die ein Mac Book pro 16 zoll mit 64 GB ram und Octa Core Intel jetzt kaufen können für schlappe 5000 Euro. Ich habe so einen, weil M1 noch eine Weile benötigen wird das ab zu fangen bzw zu bieten was ich zum arbeiten benötige zb 6 VM´s gleichzeitig und trotzdem och Teams an um etwas vor zu führen.

    Ich halte das meiste von dem warum etwas hier läuft dort aber nicht für reine Kalkulation nichts von dem was man auf der einen Plattform weg lässt hätte man nicht nachbauen können, es ist das wollen was da fehlt und das sagt mir ne menge darüber wie Apple zu seinen Kunden so steht.

    Andre

    29. Okt 2021 | 13:59 Uhr | Kommentieren

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