Microsoft wollte Xbox-Spiele im App Store anbieten

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Microsoft will mit seiner Xbox-Plattform so viele Systeme wie möglich erreichen. Ein wichtiger Schritt ist hierbei der xCloud-Spiele-Streaming-Service, der mittlerweile über den Browser genutzt werden kann. Wie wir bereits wissen, verfolgte Microsoft zunächst einen anderen Plan und wollte seine Kunden über Apples App Store erreichen. Es gab jedoch einige Meinungsverschiedenheiten zwischen Microsoft und Apple, die letztendlich zu der Browser-Variante geführt haben. The Verge konnte interne E-Mails von Microsoft einsehen, die zeigen, wie sehr der Xbox-Hersteller versucht hatte, seinem Dienst in den App Store zu bringen.

Fotocredit: Microsoft

xCloud sollte in den App Store

Microsoft begann im Februar 2020 mit der Erprobung von xCloud für iOS, aber die App wurde im August 2020 eingestellt, nachdem Apple erklärt hatte, dass der Dienst nicht im App Store zugelassen würde.

Anstatt die Spiele lokal auszuführen, streamt xCloud Spiele, die auf Microsoft-Servern laufen, so dass die Nutzer sie auf jedem Gerät spielen können. Apple sagt jedoch, dass Apps, die als App Store-Alternativen funktionieren, gegen die Richtlinien verstoßen, und erlaubt das Streaming von Spielen nur, wenn sie als einzelne Apps veröffentlicht werden. Apple sieht es vor, dass generell alle Apps einer Prüfung unterzogen werden müssen, bevor sie in den App Store einziehen können. Eine App, die Zugriff auf über 100 Spiele ermöglicht, würde diese Prüfung umgehen.

E-Mails zwischen Lori Wright, der Leiterin der Xbox-Geschäftsentwicklung, und mehreren Mitgliedern des App Store-Teams zeigen, dass Microsoft Bedenken geäußert hatte, dass die Freigabe von Spielen als einzelne Apps nicht nur wegen der technischen Herausforderungen unpraktisch wäre, sondern auch, weil es die Kunden frustrieren würde. In einer E-Mail an Apple hieß es:

„Wir sind der Meinung, dass die hier beschriebenen Probleme zu Frustration und Verwirrung bei den Kunden führen werden, was auf Apple-Geräten zu einem schlechteren Erlebnis als auf allen anderen Plattformen führen wird.“

Zu einem bestimmten Zeitpunkt schlug Microsoft vor, die Spiele als separate Verknüpfungen und nicht als echte Apps zu veröffentlichen. Auf diese Weise hätte jedes Spiel seine eigene App Store-Seite mit einer individuellen Beschreibung und Bewertungen, aber alle würden den Nutzer zur Xbox Game Pass-App weiterleiten. Es überrascht nicht, dass Apple diese Idee ablehnte.

Wright versuchte, mit Apple zu argumentieren, dass dies eine Gelegenheit für das Unternehmen wäre, hervorzuheben, dass für iPhone und iPad-Geräte Triple-A-Titel im App Store verfügbar sind, aber das hat das Unternehmen aus Cupertino offensichtlich nicht überzeugt.

Andere E-Mails zeigen, dass Microsoft der Meinung ist, dass der Grund für die Ablehnung seiner Vorschläge durch Apple das Geld war, da die meisten Spiele zusätzliche kostenpflichtige Inhalte haben, die nicht über das In-App-Kaufsystem des App Store verkauft werden würden. Apple bestätigte in einer Stellungnahme gegenüber The Verge, dass das Problem der In-App-Käufe einer der Gründe für die Ablehnung von xCloud im App Store war.

Wie bereits erwähnt, hat Microsoft mittlerweile einen Weg gefunden, iPhone- und iPad-Nutzern Xbox Cloud Gaming über den Webbrowser anzubieten. Das Unternehmen sagt, dass es weiter daran arbeiten wird, einzelne Titel wie Minecraft auf iOS zu bringen.

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