Apples Auftragsfertiger TSMC denkt über Chipfabrik in Deutschland nach

| 16:07 Uhr | 0 Kommentare

Apples Haus- und Hof-Chiphersteller TSMC plant laut Bloomberg eine neue Halbleiterfabrik in Deutschland zu errichten. Der weltgrößte Auftragsfertiger der Chipindustrie soll sich für die Milliardeninvestition bereits mit der Bundesregierung in Gesprächen befinden. Über mögliche Standorte oder eine staatliche Förderung soll man angeblich jedoch noch nicht gesprochen haben.

Gespräche über TSMC-Fertigungszentrum in Deutschland

Ein leitender Angestellter des Chipherstellers sagte am Samstag gegenüber Bloomberg, dass TSMC mit der Bundesregierung über die mögliche Errichtung eines Werks in Deutschland spricht. Die Kommentare von TSMC SVP of Europe and Asia Sales, Lora Ho, deuten darauf hin, dass die Gespräche im Gange sind. Die Gespräche finden statt, nachdem der TSMC-Vorsitzende Mark Liu den Aktionären im Juni mitgeteilt hatte, dass TSMC begonnen hat, die Möglichkeit eines neuen Werks in Deutschland zu prüfen.

TSMC hat noch keine Entscheidung getroffen, aber Ho sagt, dass eine Reihe von Faktoren eine Rolle spielen können, darunter staatliche Subventionen, die Nachfrage und der lokale Talentpool. Ho räumte jedoch ein, dass TSMC mit Deutschland weder über mögliche Anreize noch über einen möglichen Standort für ein solches Werk gesprochen hat.

Der Umzug ist eines von mehreren Bauprojekten, mit denen TSMC seine Kapazitäten auf der ganzen Welt ausbauen will. Dazu gehören eine 6-Milliarden-Euro-Halbleiterfabrik in Japan sowie eine 10-Milliarden-Euro-Anlage in Arizona, die Anfang 2024 die Massenproduktion aufnehmen soll.

Die Gespräche finden im Vorfeld der Einführung des European Chips Act statt, einer Strategie der Europäischen Union, die Anfang 2022 in Kraft tritt und die Halbleiterproduktion ankurbeln soll.

Kategorie: Apple

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