M1 Max ProRes-Benchmark: MacBook Pro exportiert dreimal schneller als 2019er Mac Pro

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Apples neues MacBook Pro wurde dank des M1 Pro und M1 Max SoC (System on a Chip) für seine hohe Leistung, Energieeffizienz und verbesserter Akkulaufzeit in den höchsten Tönen gelobt. Apple profitiert von der engen Integration von Software und Hardware, was vor allem bei der Erstellung von Videoinhalten zum Tragen kommt. Bei seinen Profi-Macs setzt Apple auf den ProRes-Codec. MacWorld hat sich genauer angeschaut, zu welchen Leistungen der M1 Max bei der ProRes-Verarbeitung imstande ist und erklärt, warum der Codec für die Zukunft des Mac so wichtig ist.

Wie ProRes die Leistung von Apple Silicon auf dem Mac freisetzt

ProRes wurde von Apple entwickelt und ist ein Video-Codec, der für seine Bildqualität und die einfache Handhabung in Bearbeitungsworkflows bekannt ist. Es gibt ihn in verschiedenen Varianten, die die Qualität und die Anpassungsstufen bestimmen. ProRes wird in der Regel in professionellen Videokameras verwendet, mittlerweile sogar beim iPhone 13.

In seinem Ökosystem kontrolliert Apple die Betriebssysteme, die Chips in seinen Geräten und mit ProRes auch wichtige Aspekte, die die Leistung bei der Video-Produktion beeinflussen. Daher hat Apple die Kontrolle über jeden Aspekt des Video-Workflows, von der Aufnahme über die Bearbeitung bis zur endgültigen Bereitstellung.

Um die höchste Stufe der ProRes-Leistung auf dem Mac Pro 2019 zu erreichen, bedarf es einer 28-Core Intel Xeon W CPU in Verbindung mit einer Afterburner-Karte, um die Wiedergabe und Dekodierung von ProRes zu beschleunigen. Bei der Gelegenheit kann auch ein zweiter leistungsstarker Grafikprozessor bei der erweiterten Farbkorrektur helfen. All das hat natürlich einen hohen Preis.

Der M1 Max im MacBook Pro enthält jeweils zwei ProRes Encoder sowie Decoder und übertrifft damit bei weitem den einzelnen Decoder in der Afterburner-Karte des MacPro. Um ein Gefühl für die Mehrleistung zu bekommen, hat MacWorld Benchmark-Tests mit beiden Systemen durchgeführt.

Die Benchmark-Tests zeigen unter anderem die Zeit, die für den Export eines fünfminütigen ProRes Raw-Videoclips in ProRes 422 HQ benötigt wird. Demnach kann das MacBook Pro M1 Max ProRes-Videoexporte dreimal schneller als der Mac Pro 2019 verarbeiten:

  • 2019 Mac Pro: 233 Sekunden
  • 2019 Mac Pro mit Afterburner-Karte: 153 Sekunden
  • 2021 MacBook Pro mit M1 Max Chip: 76 Sekunden

Die Ergebnisse zeigen, wie ernst es Apple mit seiner ProRes-Leistung ist. Dank der Decoder und Encoder im M1 Max übertrifft das MacBook Pro den 2019er Mac Pro in der höchsten Ausbaustufe im Handumdrehen. Und nicht nur das, auch die Wiedergabeleistung von 8K-Multistream-Inhalten wird dadurch erheblich verbessert. Auch die Farbkorrektur profitiert davon, denn die Rauschunterdrückung und Stabilisierung in Final Cut Pro ist schnell. Dies war traditionell die Domäne von extrem leistungsstarken Workstations oder dem Mac Pro mit teuren Grafikprozessoren, aber die ProRes-Implementierung in den neuen M1-Chips ebnet das Spielfeld und senkt die Einstiegskosten drastisch.

ProRes und Apple Silicon sind wegweisend

Online-Inhalte haben sich weg von statischen Bildern und hin zu Videos entwickelt – man denke nur daran, wie sich Instagram von einer leistungsstarken Fotoplattform zu einer Plattform mit Schwerpunkt auf Videos gewandelt hat. Und damit der Mac ein wichtiger Bestandteil des Workflows zur Erstellung von Inhalten wird, braucht er ProRes, um den Weg zu einem effizienteren, leistungsstarken Hardware-Ökosystem zu ebnen.

Ein Großteil dieser Online-Inhalte wird mit dem iPhone erstellt, so dass es nicht verwunderlich ist, dass der Bedarf an einem hochwertigen Codec noch größer wird. Da Apple eine derartige Synergie zwischen mobilen Geräten und der Mac-Produktreihe geschaffen hat, ist es nur logisch, dass ProRes folgt, um die Benutzererfahrung auf allen Geräten zu verbessern.

Kategorie: Mac

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