Analyst: Fitnessgeräte-Hersteller Peloton hat Schwierigkeiten mit Apple zu konkurrieren

| 8:33 Uhr | 1 Kommentar

Der Fitnessgeräte-Hersteller Peloton schien ursprünglich ein erfolgreiches Geschäftsmodell zu haben, das mit Apple konkurrieren sollte. Laut einem Analysten hat das Unternehmen nach seinen beeindruckenden Aufstieg jedoch mit immer mehr Problemen zu kämpfen. Einer der Gründe ist Apple Fitness+.

„Peloton ist auf dem besten Weg, ein Fitbit 2.0 zu werden“

Laut dem Analysten Neil Cybart hat das Hightech-Unternehmen Peloton Probleme, mit Apple zu konkurrieren, und die Lage wird in Zukunft noch schwieriger werden. Peloton schien ursprünglich ein erfolgreiches, Apple-ähnliches Geschäftsmodell zu haben: teure Hardware verkaufen, dann diese Hardware nutzen, um wiederkehrende Abonnementeinnahmen zu generieren. Cybart sagt nun jedoch in einem Twitter-Thread, dass dieses Modell bereits in sich zusammenfällt. Unter anderem erklärt der Analyst:

„Peloton befindet sich in einem prekären Zustand. Die Zahl der durchschnittlichen Trainingseinheiten ist rückläufig, die Prognosen sind nach wie vor grauenhaft, und das Unternehmen hat die Preise für Fahrräder gesenkt, um die Nachfrage zu steigern. Nichts scheint zu funktionieren. Das Interesse an Peloton nimmt ab.

Peloton versucht zu erklären, dass die schwächere Nutzung der Webseite und die geringere Besucherzahl in den Ausstellungsräumen Nebenprodukte der Normalisierung der Wirtschaft sind, die anscheinend zu einem sinkenden Interesse an Peloton-Rädern geführt hat. Das Management dachte, dass die fortgesetzte Senkung der Fahrradpreise (eine Preissenkung um 15 Prozent im September 2020 und eine weitere um 20 Prozent im August 2021) dazu beitragen würde, einen Teil des Gegenwinds bei der Wiedereröffnung auszugleichen, indem neue potenzielle Kunden angelockt würden.

Das scheint jedoch nicht der Fall zu sein. Stattdessen beobachtet Peloton, dass Kunden, die wahrscheinlich bereits mit einem Peloton-Rad liebäugelten, auf den niedrigeren Preis anspringen. Wie das Unternehmen mitteilte, entscheiden sich fast 75 Prozent der Käufer von Fahrrädern jetzt für das günstigere Modell. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Leute den Wert eines größeren, drehbaren Bildschirms und der automatischen Widerstandsoption nicht sehen. Vor der Preissenkung lag das Verhältnis der Verkäufe eher bei 50/50.“

Cybart sagt, dass die teuren Fahrräder ohnehin nicht die Haupteinnahmequelle waren – das waren immer die Abonnementeinnahmen aus Online-Kursen. Das große Problem dabei ist, dass Apple Fitness+ und andere Dienste jetzt mit einem Modell konkurrieren, das keine sperrige und teure Hardware erfordert:

„Peloton ist nicht in der Lage, mit Apple preislich zu konkurrieren. Apple Fitness+ ist im Grunde kostenlos, wenn man an das Apple One-Paket denkt. Das macht die digitalen Kurse von Peloton für 13 Dollar/Monat zu einem schwierigen Geschäft. Peloton wird auch nicht mit Apples Wearables-Strategie mithalten können […]

Peloton ist auf dem besten Weg, ein Fitbit 2.0 zu werden – ein Unternehmen, das nicht mit den Giganten konkurrieren kann, die Gesundheits- und Fitness-Tracking als Ökosystem-Feature subventionieren.“

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • T/r

    Am besten Apple verklagen ein schuldigen muss es ja geben!!

    29. Dez 2021 | 10:15 Uhr | Kommentieren

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