Interview: Apple spricht über AirPods und die Grenzen von Bluetooth

| 22:01 Uhr | 0 Kommentare

Apples AirPods sind ein großer Erfolg und die Produktpalette umfasst mittlerweile mehrere verschiedene Varianten. In einem neuen Interview sprachen Gary Geaves, Apples VP of Acoustics, und Eric Treski vom Produktmarketing-Team ausführlich über die Technologie hinter den AirPods, wobei ein interessanter Schwerpunkt auf der Frage lag, inwiefern Bluetooth einen Engpass darstellen kann.

Fotocredit: Apple

Die Grenzen von Bluetooth überwinden

Einer der bemerkenswertesten Kommentare in dem Interview kam von Geaves, als er gefragt wurde, ob Bluetooth die AirPods-Hardware „zurückhalten“ und „die Klangqualität ersticken“ könnte. In seiner Antwort umging Geaves die direkte Kritik an Bluetooth, räumte aber ein, dass Apple gerne einen drahtlosen Standard hätte, der eine größere Bandbreite ermöglicht:

„Natürlich ist die kabellose Technologie entscheidend für die Übertragung von Inhalten, über die Sie sprechen. Aber auch Dinge wie die Latenzzeit, die auftritt, wenn man den Kopf bewegt, und wenn diese zu lang ist, zwischen der Bewegung des Kopfes und der Veränderung des Klangs […], dann fühlt man sich ziemlich unwohl, also müssen wir uns sehr darauf konzentrieren, das Maximum aus der Bluetooth-Technologie herauszuholen, und es gibt eine Reihe von Tricks, die wir anwenden können, um einige der Grenzen von Bluetooth zu überwinden oder zu umgehen. Aber man kann durchaus sagen, dass wir gerne mehr Bandbreite hätten und … ich höre hier besser auf. Wir hätten gerne mehr Bandbreite“, lächelt Geaves.

Während die Antwort Hoffnung auf eine verbesserte drahtlose Lösung gibt, erklärte Geaves im weiteren Verlauf des Interviews, dass die AirPods 3 im Wesentlichen von Grund auf neu entwickelt wurden. So sollen für die Ohrhörer ausschließlich speziell angefertigte Komponenten verwendet werden – „nichts ist von der Stange“, versicherte Geaves:

„Wir haben uns zunächst die Stärken der originalen AirPods genau angeschaut, und wir wissen, dass viele Nutzer die mühelose, offene Passform mögen, die nicht im Gehörgang klebt und bequem am Ohr sitzt. Dadurch entsteht keine Abdichtung, was die Leute mögen, aber es schafft Herausforderungen für das Audioteam“.

Bei der Entwicklung von Audio-Hardware geht Apple von einer „soliden analytischen Grundlage“ aus und hat „umfangreiche Messungen“ und „tiefgreifende statistische Untersuchungen“ durchgeführt, um ein „internes akustisches Analyseverfahren“ zu entwickeln, das berücksichtigt wird. Geaves erklärte zudem, dass Apple auch weiß, dass Musikhören „eine emotionale Erfahrung ist, mit der sich Menschen auf einer sehr tiefen Ebene verbinden“, daher arbeitet Apple auch mit einem „Expertenteam von kritischen Zuhörern und Tontechnikern“ zusammen. Das Team kommt aus der professionellen Audiobranche und verfeinert den Klang für jedes Produkt, auch für die neuen AirPods 3.

Das Interview bietet noch weitere interessante Einblicke in die Arbeit des Akustik-Teams von Apple und behandelt auch Technologien wie Spatial Audio. Ihr findet das komplette Interview auf der Webseite von What Hi-Fi.

Kategorie: Apple

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