Taschenkontrollen bei Angestellten: Apple zahlt 30 Millionen Dollar und erläutert Beilegung zum Rechtsstreit

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Apple hatte sich im November letzten Jahres bereit erklärt, knapp 30 Millionen Dollar zu zahlen, um eine Klage von Mitarbeitern beizulegen, die nach eigenen Angaben gezwungen wurden, sich außerhalb der Arbeitszeit Sicherheitskontrollen zu unterziehen. Auf einer neuen Webseite von Apple finden sich nun Einzelheiten zu den 30 Millionen Dollar, die an Mitarbeiter ausgezahlt werden.

Rechtsstreit über Taschenkontrollen

Für Apple ist es ein langwieriger Fall. Mitarbeiter des Apple-Einzelhandels reichten im Jahr 2013 eine Sammelklage gegen das Unternehmen ein, weil sie sich vor dem Verlassen der Filiale einer Durchsuchung ihrer Taschen, Geldbörsen und Rucksäcke unterziehen mussten. Apple hat die umstrittenen Taschenkontrollen im Jahr 2015 abgeschafft.

In der Klage gaben die Mitarbeiter an, dass sie nach ihrer Schicht manchmal bis zu 45 Minuten warten mussten, bis diese Durchsuchung abgeschlossen war, und dass sie für diese Zeit nicht bezahlt wurden. Apple erklärte, dass die Durchsuchungen notwendig waren, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter keine Produkte stehlen.

Ein kalifornisches Gericht wies die Sammelklage im Jahr 2015 ab, doch gegen diese Entscheidung wurde Berufung eingelegt. Der Neunte Bundesberufungsgerichtshof der Vereinigten Staaten forderte daraufhin den Obersten Gerichtshof von Kalifornien auf, das Gesetz zu klären. Im Februar 2020 entschied der Oberste Gerichtshof von Kalifornien, dass Apple seine Mitarbeiter im Einzelhandel für diese Zeit bezahlen muss.

Tim Cook wusste nichts von den Durchsuchungen

Im Laufe des Prozesses wurde aufgedeckt, dass Tim Cook von der Mitarbeiter-Kontrolle weitgehend nichts wusste. Als sich zwei Mitarbeiter direkt bei Cook über das Problem beschwerten, leitete er die E-Mail an seine Personalverantwortlichen weiter und fragte: „Stimmt das?“ Die Personalchefin bestätigte dieses Vorgehen und einigte sich mit dem Apple CEO, dass man eine respektvollere Methode entwickeln müsse.

Entschädigung für Mitarbeiter

Apple und die Anwälte der Mitarbeiter in Kalifornien erzielten einen Vergleich und baten im November einen Richter, diesen zu genehmigen. Apple hat sich bereit erklärt, fast 30 Millionen Dollar zu zahlen. Die mehr als 14.000 von der Klage betroffenen Mitarbeiter erhalten Zahlungen auf der Grundlage der einzelnen Arbeitsschichten. Derzeitige und ehemalige Mitarbeiter werden E-Mails und Briefe von Apple erhalten, in denen sie über die Höhe ihrer möglichen Zahlungen informiert werden.

Zusätzlich hat Apple eine Webseite mit Einzelheiten zu der Sammelklage mit dem Titel „Apple Bag Check Class Action Settlement“ eingerichtet. Die Seite enthält Unterlagen für kalifornische Mitarbeiter, die vom 25. Juli 2009 bis zum 10. August 2015 einer Taschenkontrolle unterzogen wurden.

Kategorie: Apple

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