Apple verlangt 27 Prozent Provision für App-Käufe, die über alternative Zahlungssysteme in den Niederlanden getätigt werden

| 12:45 Uhr | 2 Kommentare

Nicht ganz freiwillig hatte Apple im vergangenen Monat bestätigt, dass man Dating-Apps in den Niederlanden ein alternatives Bezahlsystem erlauben wird. Damit kommt Apple einer Aufforderung der niederländische Verbraucher- und Marktaufsichtsbehörde (AMC) mit Sitz in Den Haag nach. Nun werden weitere Details bekannt.

Apple verlangt 27 Prozent Provision für App-Käufe, die über alternative Zahlungssysteme in den Niederlanden getätigt werden

Wir bringen euch noch einmal kurz auf Ballhöhe. Apple wurde von der niederländische Verbraucher- und Marktaufsichtsbehörde (AMC) aufgefordert, alternative Bezahlsysteme für Dating-Apps zu erlauben. Apple bestätigte, dass man dieser Aufforderung nachkommen wird. Gleichzeitig betonte das Unternehmen noch einmal die Vorzüge des App Stores. Unter anderem heißt es

Ein Hauptgrund für diesen Erfolg ist, dass die Benutzer dem App Store mittlerweile vertrauen, dass er der sicherste Weg ist, digitale Waren und Dienstleistungen zu erwerben. Das In-App-Kaufsystem von Apple, ein integraler Bestandteil unserer erstklassigen Handelsplattform, bietet Menschen eine private und sichere Benutzererfahrung über Apps und Apple-Geräte hinweg und erleichtert euch die Verwaltung ihrer Einkäufe und Abonnements.

Bevor Entwickler in Erwägung ziehen, eine alternative Bezahlmethode anzubieten, ist es wichtig zu verstehen, dass einige App Store-Funktionen, die Entwickler möglicherweise derzeit verwenden, Ihren Kunden nicht zur Verfügung stehen. So gibt Apple zu verstehen, dass man die Sicherheit von Zahlungen, die außerhalb der App stattfinden, nicht validieren können. Da Apple Käufe, die mit alternativen Methoden getätigt wurden, nicht direkt wahrnimmt, kann Apple Benutzern nicht bei Rückerstattungen, Kaufhistorie, Abonnementverwaltung und anderen Problemen helfen, die beim Kauf digitaler Waren und Dienstleistungen über diese alternativen Kaufmethoden auftreten können. Von daher sind Entwickler in der Verantwortung, entsprechende Probleme direkt mit Kunden zu klären.

Nun hat Apple weitere Details für Dating-Apps in den Niederlanden veröffentlicht. Die Standardprovision über den App Store beträgt 30 Prozent. Entwickler, die sich für eine alternative Bezahlmethode außerhalb des App Stores entscheiden, müssen eine Provision von 27 Prozent an Apple bezahlen. Es heißt

Apple erhebt eine Provision von 27 Prozent auf den vom Nutzer bezahlten Preis, abzüglich Mehrwertsteuer. Dies ist ein ermäßigter Satz, der Werte im Zusammenhang mit der Zahlungsabwicklung und damit verbundenen Aktivitäten ausschließt. Die Entwickler sind für die Erhebung und Abführung aller anfallenden Steuern, wie z. B. der niederländischen Mehrwertsteuer (MwSt.), für Verkäufe verantwortlich, die von einem externen Zahlungsanbieter abgewickelt werden.

Kurzum: Apple hat die Kosten für die Zahlungsabwicklung aus den 30 Prozent herausgerechnet. Sollten die 27 Prozent Bestand haben und von der niederländischen Verbraucher- und Marktaufsichtsbehörde abgesegnet werden, so werden sich viele Entwickler sicherlich überlegen, ob sie ein alternatives Bezahlsystem integrieren oder weiterhin auf Apples Bezahlsystem setzen und die Vorzüge genießen.

Kategorie: App Store

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2 Kommentare

  • T/r

    Man sollte mal überlegen was Apple alles im Hintergrund noch macht für die Entwickler!

    04. Feb 2022 | 16:21 Uhr | Kommentieren
    • Cetrio

      Man sollte sich mal überlegen wie viel 30% eigentlich sind!

      05. Feb 2022 | 11:38 Uhr | Kommentieren

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