Apples App Store-Politik unter Beschuss durch eine weitere niederländische Gruppe

| 19:03 Uhr | 0 Kommentare

Gestern haben wir erst berichtet, dass Apple mit einer erneuten Geldstrafe in Höhe von 5 Millionen Euro belegt wurde, weil das Unternehmen eine neue Verordnung in den Niederlanden nicht zufriedenstellend eingehalten hat. Die Verordnung verpflichtet Tech-Unternehmen dazu, dass Dating-Apps alternative Zahlungsmöglichkeiten im App Store anbieten können. Nun hat sich eine weitere niederländische Gruppe dem Kampf gegen den App Store angeschlossen und behauptet, dass Apple von den Entwicklern zu hohe Provisionen verlangt.

Kritik an App Store Provisionen

Die niederländische App Stores Claim Foundation unter dem Vorsitz des Journalisten und Unternehmers Alexander Klopping behauptet, dass sowohl Apple als auch Google von Entwicklern überhöhte Gebühren verlangen. Das hätte dazu geführt, dass die niederländischen Verbraucher bereits mehr als 1 Milliarde Euro zu viel für Apps bezahlt haben, heißt es in der Bekanntmachung.

Apple und Google verlangen 30 Prozent Provision für Verkäufe über den App Store und Google Play. Bei wiederkehrenden Abonnements wird die Provision nach einem Jahr auf 15 Prozent gesenkt, aber die Entwickler sind immer noch unzufrieden mit dem Betrag, den sie den Unternehmen zahlen müssen. Die Situation bei Apple ist sogar noch komplizierter, da App-Entwickler im iOS-Kosmos keine Apps außerhalb des App Store vertreiben können.

Klopping sieht in diesen Gebühren und Beschränkungen einen Machtmissbrauch durch beide Unternehmen. Deshalb fordert der Journalist, dass Apple und Google die zu viel gezahlten Beträge zurückerstatten und den Prozentsatz der von den Entwicklern erhobenen Provisionen überdenken sollten. Die App Stores Claim Foundation ruft die niederländischen Bürger auf, eine Petition zu unterzeichnen und ihr Geld zurückzufordern.

Die Gruppe gibt an, dass sie versuchen wird, mit Apple und Google zu verhandeln, bevor sie rechtliche Schritte einleitet. Bis dahin hat Apple in den Niederlanden noch andere Probleme zu lösen. So will die niederländische Verbraucherschutzbehörde Apple eine Geldstrafe von bis zu 50 Millionen Euro auferlegen, bis das Unternehmen zustimmt, alternative Zahlungsmethoden für Dating-Apps zuzulassen, ohne eine „beträchtliche Anzahl von Bedingungen“ zu stellen.

(via The Mac Observer)

Kategorie: App Store

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