Apple muss im niederländischen App Store-Kartellverfahren insgesamt 50 Millionen Euro Strafe zahlen

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Apple wurde heute von der niederländischen Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM) zu einer weiteren Geldstrafe in Höhe von 5 Millionen Euro verpflichtet, da das Unternehmen in den Niederlanden die vorgeschriebenen alternativen Zahlungssysteme für Dating-Apps nicht ausreichend erfüllt hat. Damit beträgt die Strafe insgesamt 50 Millionen Euro.

Alternatives Bezahlsystem für Dating-Apps im App Store

Apple wurde von der ACM im letzten Jahr aufgefordert, alternative Bezahlsysteme für Dating-Apps zu erlauben. Die Untersuchung wurde von der niederländischen Behörde im Jahr 2019 eingeleitet und später eingeschränkt, um sich hauptsächlich auf Apps für den Dating-Markt zu konzentrieren.

Die neuen Vorschriften traten im Januar in Kraft, und seither hat Apple jede Woche eine Geldstrafe in Höhe von 5 Millionen Euro erhalten. Dies ist nun das 10. Bußgeld, das sich auf insgesamt 50 Millionen Euro beläuft. Apple hat sich dafür entschieden, Dating-Apps in den Niederlanden die Verwendung externer Zahlungsmethoden zu gestatten. Entwickler, die diese Funktion nutzen möchten, müssen jedoch ein separates App-Binary einreichen und dürfen nicht gleichzeitig Zahlungsoptionen von Dritten und Apples In-App-Käufe anbieten.

Die ACM ist der Meinung, dass die Entwickler von Dating-Apps nicht zwischen der Nutzung alternativer Zahlungsmethoden oder In-App-Käufen wählen müssen, und hat erklärt, dass die Apps in der Lage sein müssen, beide Optionen anzubieten. Apple hat seine Provision für Käufe, die über Zahlungssysteme von Drittanbietern getätigt werden, gesenkt und verlangt 27 Prozent statt 30 Prozent, wobei die Entwickler eine monatliche Aufzeichnung der Verkäufe vorlegen müssen, damit Apple die Provision aufstellen kann.

Wie TechCrunch berichtet, hat Apple am Sonntag einen neuen Vorschlag zur Einhaltung der Vorschriften bei der Regulierungsbehörde eingereicht, der womöglich die Bedingungen erfüllt. Ursprünglich hieß es, dass Apple von der Regulierungsbehörde eine Geldstrafe von maximal 50 Millionen Euro erhalten kann. Laut einer Stellungnahme der ACM könnte die Summe jedoch noch höher ausfallen. Wir müssen also abwarten, wie der Streit zwischen der ACM und Apple ausgeht.

Kategorie: Apple

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