iPhone: EU will Banken und anderen Anbietern den Zugang zum NFC-Chip ermöglichen

| 17:22 Uhr | 2 Kommentare

Die Financial Times berichtet, dass Apple erneut wegen wettbewerbswidriger Vorwürfe der Europäischen Union unter Druck gerät. So heißt es, dass Apple das mobile Zahlungssystem auf dem iPhone auf unfaire Weise monopolisiert, indem Apple Pay bevorteilt wird, da andere Dienste keinen vergleichbaren Zugang zur NFC-Hardware des iPhone haben.

EU wirft Apple vor, den Zugang zur NFC-Zahlungstechnologie zu blockieren

Bereits im letzten Jahr wurde bekannt, dass Apple eine Klage bezüglich des Zugriffs auf die NFC-Hardware des iPhone im Zusammenhang mit mobilen Zahlungssystemen bevorsteht. Nun berichtet die Financial Times unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen, dass sich Apple nächste Woche offiziell mit der Klage auseinandersetzen muss.

Derzeit ist nur Apple Pay in der Lage, den NFC-Chip für nahtlose kontaktlose Zahlungen in Einzelhandelsgeschäften zu nutzen, bei denen die Nutzer ihr iPhone einfach in die Nähe eines Zahlungsterminals halten, um eine Transaktion zu starten.

Der NFC-Zugriff auf Apps von Drittanbietern ist stark eingeschränkt. So sind wesentliche NFC-Modi für mobile Zahlungen für App-Entwickler tabu, und andere NFC-Funktionen erfordern oft, dass die App im Vordergrund läuft, um überhaupt zu funktionieren. Apple hatte zwar einige NFC-Funktionen für Drittanbieter-Apps seit iOS 12 zur Verfügung gestellt, aber die Fähigkeiten reichen laut den Beschwerden der Mitbewerber nicht aus, um ein mit Apple Pay vergleichbares Erlebnis zu unterstützen.

Apple warnt vor der Öffnung der NFC-Schnittstelle

Apple hat bereits des Öfteren erklärt, dass die Einschränkung des NFC-Chips notwendig ist, um die Sicherheit des Systems zu gewährleisten. Der hohe Sicherheitsstandard wäre insbesondere bei der Verarbeitung sensibler Bankdaten unabdingbar. Apple gab ebenfalls an, dass die hohe Sicherheit einer der Gründe ist, warum sich Verbraucher überhaupt für Apple-Produkte entscheiden.

Die jüngste Entwicklung in der EU kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Apple zunehmend unter Druck gerät, sein iPhone für App Stores von Drittanbietern zu öffnen und iMessage möglicherweise zu einem plattformübergreifenden Messaging-Dienst zu machen. Laut neuen Details zum „Digital Services Act“, der in Kürze das Europäische Parlament und den Europäischen Rat passieren soll, könnte Apple dazu gezwungen werden, seine iPhones für andere App Stores und Sideloading zu öffnen – ein Schritt, der, wie CEO Tim Cook warnt, das iPhone grundlegend verändern würde.

Kategorie: Apple

Tags: , , ,

2 Kommentare

  • Klaus-Bärbel

    Ja klasse. Dann benötigt man für jede Karte die von einer anderen Bank ist eine andere App und muss dies dann wohl auch noch starten anstatt einfach das Wallet zu öffnen und die passende Karte auszuwählen. Da ist nichts verbrauerfreundlich und auch nichts im sinne der Verbraucher.

    Und ja, Apfel wird auch wegen der höheren Sicherheit gekauft.

    Einfach nur dämlich diese EU Heinis.

    28. Apr 2022 | 17:36 Uhr | Kommentieren
  • Gast1

    Die EU möchte gern das Apple den App Store für andere öffnet um den Wettbewerb zuzulassen …..
    oder der eigentliche Grund Apples Trackingfunktion zu umgehen.
    Die EU möchte die NFC Schnittstelle um auch anderen Banken den Wettbewerb zu ermöglichen…..
    oder der eigentliche Grund die offene Schnittstelle zum abgreifen von Daten zu nutzen.

    Was denkt sich dieser Haufen in Brüssel nur. Ob dazu noch Geheimdienste dahinterstehen , warm nicht?
    Die haben mit den iPhones schon ihre liebe Not und hätten gern Android drauf , viel weniger Probleme.
    Auch Werbeverband würde besser schlafen.
    Der User spielt hier eh keine Rolle.

    28. Apr 2022 | 18:10 Uhr | Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.