Schüler aus der Ukraine: So helfen das iPad, die Übersetzungs-App und Sprachpaten

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In den vergangenen Jahren haben wir mehrfach darüber informiert, wie das iPad den digitalen Schulalltag begleiten kann. Etwas intensiver sind wir im Rahmen der didacta in Köln auf das Thema eingegangen. Nun zeigt sich ein weiteres spannendes Beispiel, wie das iPad, die Übersetzung-App sowie Sprachpaten die Integration ukrainischer Schüler und Schülerinnen unterstützt.

Schüler aus der Ukraine: So helfen das iPad, die Übersetzungs-App und Sprachpaten

Das Deutsche Schulportal macht aktuell auf die Waldschule im niedersächsischen Hatten aufmerksam. Diese gehört bundesweit zu den digitalen Pionieren. Die Erfahrungen beim Einsatz von digitalen Medien für individualisiertes Lernen kann die Schule nun bei der Integration ukrainischer Schülerinnen und Schüler nutzen.

In dem Bericht geht es unter anderem um den 12-jährigen Vitali, der gemeinsam mit seiner kleinen Schwester bei seiner Oma in Deutschland wohnt, während ihre Eltern in der Ukraine verblieben sind, um das Land zu verteidigen. Der gute Einstieg in die deutsche Schule ist vor allem Kamila Hallerstede, einer Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache (DaZ), zu verdanken, die vor fünf Jahren aus Georgien als Quereinsteigerin an die Schule kam, vor allem um geflüchtete Kinder aus Syrien zu unterrichten. Durch ihre Russisch-Kenntnisse kann sie nun leicht Kontakt zu den ukrainischen Familien aufnehmen. Alle geflüchteten Kinder, die an der Waldschule Hatten Aufnahme suchen, werden zuerst von ihr empfangen.

Für alle Neuankömmlinge aus der Ukraine hält Hallerstede ein kleines Willkommenspaket bereit. Unter anderem befinden sich in diesem laminierte Kärtchen, mit den wichtigsten Sätzen auf Deutsch und Ukrainisch, illustriert durch lustige Smileys.

Darüberhinaus hat Vitali ein iPad ein Leihgerät erhalten, auf dem bereits ein Übersetzungsprogramm installiert ist. Auch die ukrainischen Schulbücher finden die Schülerinnen und Schüler auf dem iPad. Übrigens: Ab der siebenten Klasse bekommen hier Schülerinnen und Schüler der Waldschule in Hatten ein iPad, finanziert von den Eltern. Zehn Lehrkräfte gehцren zum IT-Team der Schule, suchen die passenden Angebote heraus und richten die digitalen Geräte entsprechend den Bedürfnissen der Kinder ein.

Auch in der Kommunikation mit den Eltern läuft an der Waldschule Hatten vieles digital. „Wir halten mit den ukrainischen Eltern über Messenger-Dienste Kontakt“, sagt Kamila Hallerstede. So können sie unkompliziert Bescheid geben, wenn ein Kind wegen Krankheit nicht zur Schule kommen kann. Gleichzeitig gibt es ein Netzwerk, in dem Dinge getauscht werden kцnnen. Mal werden Ballettschuhe gesucht, mal ein gebrauchtes Fahrrad. Wenn es Herausforderungen mit den Ämtern gibt, können sich die Eltern per Messenger an die Sozialpädagoginnen Tanja Reiher und Laura Fellner wenden, auch hier ist Kamila Halerstede die Sprachmittlerin. Wer sprachlich dazu in der Lage ist, kann wie die anderen Eltern über die Schulplattform IServ mit den Lehrerinnen und Lehrern kommunizieren. Hier sind sie auch ständig auf dem Laufenden, welche Aufgaben in der Woche von ihren Kindern bearbeitet werden.

Den vollständigen Bericht findet ihr im „Das Deutsche Schulportal“.

Kategorie: iPad

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