Apple passt die niederländischen App Store Regeln für Dating-Apps erneut an

| 7:10 Uhr | 0 Kommentare

Apple hat am Freitag erneut die Richtlinien für den App Store aktualisiert, nachdem sich die niederländische Regierung im vergangenen Monat beschwert hatte, dass die Maßnahmen des Unternehmens zur Zulassung von Dating-Apps mit alternativen Zahlungsmethoden im App Store „unzureichend“ seien. Trotz der vorgenommenen Änderungen kritisierte Apple die Entscheidung der niederländischen Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM). Die niederländischen Behörden sind hingegen mit Apples Änderungen zufrieden.

Apple aktualisiert Richtlinien für den App Store

Apple liegt seit Anfang des Jahres mit den niederländischen Regulierungsbehörden wegen der Regeln für Dating-Apps im Streit. Damals kündigte die ACM an, dass Apple Dating-Apps die Verwendung alternativer Zahlungsmethoden im niederländischen App Store erlauben müsse. Apple kam der Forderung nach, allerdings in einer Weise, mit der die ACM nicht zufrieden war. In der Folge hatte die Behörde Geldstrafen in Höhe von insgesamt 50 Millionen Euro verhängt, so dass Apple inzwischen mehrfach Änderungen an der Umsetzung vornehmen musste.

In einer Erklärung an alle App-Entwickler gibt Apple nun bekannt, dass das Unternehmen „zusätzliche Anpassungen“ vornimmt, um der niederländischen Aufsichtsbehörde entgegenzukommen.

Zu den Änderungen gehört, dass die Entwickler von Dating-Apps in den Niederlanden wählen können, ob sie eine alternative Zahlungsmethode in Kombination mit Apples In-App-Käufen anbieten wollen. Zuvor mussten die Entwickler entweder eine alternative Zahlungsmethode oder die von Apple wählen.

Eine weitere Änderung, die mit dem Update einhergeht, ist die Anpassung der Benutzeroberfläche, um die Optionen sowohl für Entwickler als auch für Nutzer übersichtlicher zu gestalten. Apple hat auch die Kriterien für die Zahlungsabwicklung für Entwickler angepasst, die eine der beiden Berechtigungen nutzen möchten.

Apple erklärt unter anderem, dass der für die entsprechenden Entwickler gewährte Provisionsrabatt in Höhe von 3 Prozent jetzt auch für In-App-Käufe gilt, die für einen niedrigeren Provisionssatz in Frage kommen. Mit anderen Worten: Entwickler müssen im besten Fall nur noch 13 Prozent zahlen, wenn sie am App Store Small Business Program teilnehmen oder wenn ein Nutzer ein Abonnement hat, das älter als ein Jahr ist.

Apple kritisiert Regulierung

Apple hat zwar zugestimmt, die Änderungen vorzunehmen, vertritt aber nach wie vor die Auffassung, dass diese nicht im „besten Interesse“ des Datenschutzes und der Sicherheit der Nutzer sind. Das Unternehmen legt auch weiterhin Berufung gegen die ursprüngliche Anordnung der niederländischen Behörde ein, die Apple dazu zwingt, Dating-Apps die Verwendung von Zahlungsmethoden von Drittanbietern zu erlauben.

Apple schreibt auf seiner Entwickler-Webseite:

„Zur Erinnerung: Entwickler von Dating-Apps, die weiterhin das In-App-Kaufsystem von Apple nutzen möchten – das unserer Meinung nach die sicherste Art und Weise ist, wie Nutzer digitale Waren und Dienstleistungen kaufen können – können dies tun und es sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Wir glauben nicht, dass einige dieser Änderungen im besten Interesse der Privatsphäre oder der Datensicherheit unserer Nutzer sind. Da Apple sich zu einem konstruktiven Dialog mit den Aufsichtsbehörden verpflichtet hat, nehmen wir die zusätzlichen Änderungen auf Wunsch der ACM vor. Wie wir bereits gesagt haben, sind wir mit der ursprünglichen Anordnung der ACM nicht einverstanden und werden dagegen Berufung einlegen.“

ACM ist mit Apples Änderungen zufrieden

Während Apple an seiner Berufung festhält, zeigt sich die niederländische Aufsichtsbehörde zufrieden. So erklärt die ACM, dass der App Store nun die Anforderungen erfüllt, die die Aufsichtsbehörde festgelegt hat. In der Stellungnahme heißt es:

„Apple hat seine unfairen Bedingungen geändert und lässt nun in niederländischen Dating-Apps verschiedene Zahlungsarten zu. (…) Bis vor kurzem konnten die Kunden von Dating-Apps nur mit der von Apple vorgeschriebenen Zahlungsmethode bezahlen. Nach Ansicht von ACM hat Apple mit diesen Praktiken seine marktbeherrschende Stellung missbraucht. Von nun an können die Anbieter von Dating-Apps ihre Kunden auf verschiedene Arten bezahlen lassen. ACM erzwang diese Änderungen durch die Verhängung einer Zwangsgeldanordnung. Am Ende belief sich die Summe aller Zwangsgelder auf 50 Millionen Euro.“

Kategorie: App Store

Tags: ,

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.