Apple Manager erklären, warum man erst jetzt von KI redet

| 19:49 Uhr | 3 Kommentare

Am heutigen Tag feiern das neue iPad Pro mit M4-Chip und das neue iPad Air mit M2-Chip ihren offiziellen Verkaufsstart. Zwar kann man beide Modelle bereits seit vergangener Woche über den Apple Online Store bestellen, die Auslieferung erfolgte allerdings erst zum heutigen Tag. Gleichzeitig landeten die neuen iPad-Modelle vor Ort in den Apple Stores sowie bei Apple Partnern. Wie wir es von Apple gewohnt sind, wird ein Verkaufsstart regelmäßig von Interviews mit hochrangigen Apple Managern flankiert. Oftmals sind es US-Medien, die ihre Fragen direkt an die Apple Führungsetage stellen dürfen.

Fotocredit: Apple

Erfreulicherweise hatten die Kollegen von „Zeit Online“ dieses Mal die Möglichkeit Greg „Joz“ Joswiak und John Ternus am Rande der Vorstellung der neuen iPad-Pro- und iPad-Air-Modelle in London zu interviewen. Dabei sprechen die beiden Apple Manager unter anderem darüber, warum Apple erst jetzt – und im Vergleich zu anderen Unternehmen relativ spät – über künstliche Intelligenz spricht.

Apple Manager sprechen über das neue iPad Pro mit M4-Chip

Bereits bei der Ankündigung des neuen MacBook Air mit M3-Chip vor wenigen Wochen (hier unser Testbericht) wurde deutlich, dass Apple die „künstliche Intelligenz“ deutlich stärker in den Fokus rückt. So zumindest unser Eindruck, den die begleitende Pressemitteilung erweckt hat. Dies setzt sich nun beim neuen iPad Pro mit M4-Chip fort. Seit ChatGPT vor einiger Zeit den KI-Hype ausgelöst hat, fragen sich viele Anwender – aber sicherlich auch Investoren – wann Apple „KI“ in den Mittelpunkt stellt.

Apple Senior Vice President of Worldwide Marketing – Greg Joswiak – gab im Interview mit Zeit Online zu verstehen, dass KI und neue KI-Modelle für Nutzer immer wichtiger werden. Man wolle der Welt wissen lassen, dass Apples Produkte besser darin sind als die von irgendjemand anderem. Unverblümt geben die Apple Manager zu verstehen, dass die Außenwelt schon sehr bald Neuigkeiten erfahren wird. Hier dürfte die WWDC-Keynote am 10. Juni gemeint sein. Weiter betont Joswiak, dass Apple künstliche Intelligenz und machinelles Lernen in den eigenen Produkten verwendet hat, bevor wir oder irgendjemand anders sie KI oder ML genannt hat. Stattdessen setzte Apple auf die Bezeichnung „produktive Funktionen“.

„KI und ML stecken in mehr Funktionen in unseren Geräten, als ich aufzählen kann. Wir reden nur normalerweise nicht über die zugrunde liegende Technologie, sondern über das Feature an sich“, sagt Joswiak.

John Ternus – Apple Senior Vice President of Hardware Engineering – wandte sich im Interview eher etwas technischeren Themen zu. So sagte er, dass etwas so dünnes und leichtes, mit so einem brillanten Display die Leistung des M4 benötigt. Aber auch über das neue Ultra-Retina-XDR OLED-Display, der Chip-Rechenleistung und mehr, sprach Ternus. Zudem gaben die Apple Manager noch einmal zu verstehen, dass es wahrscheinlich nicht zu einer Fusion aus iPad und MacBook kommen wird. Einen Laptop mit Touch-Display sollte man nicht zeitnah von Apple erwarten.

Kategorie: iPad

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3 Kommentare

  • Gast1

    Warum jetzt erst KI , ist doch ganz einfach weil sie es verpennt haben.
    Tim hat am Apple Car und der Brille rumschrauben lassen und war überzeugt das ist die Zukunft.
    Das denken ja in Deutschland auch viele ( Grüne) das das e-Car das Non plus ultra ist.
    Jetzt laufen sie 10 Monate hinter her und müssen um aufzuholen das doppelte bezahlen.

    15. Mai 2024 | 20:55 Uhr | Kommentieren
  • Aravanadi

    Das ist natürlich nicht ganz richtig, was Gast1 da schreibt, denn AI wird in den Apple Chips (gerade in den Apple Silicon Chips) schon lange eingesetzt, allerdings anders als der gewöhnliche User es vermutet bzw. sieht & hört. Der „normale“ User erwartet AI in Form von Siri. Dort war die AI von Apple bisher in Form eines LLM-Systems noch nicht verfügbar, aber das wird sich dieses Jahr ändern. Massiv ändern!

    15. Mai 2024 | 23:48 Uhr | Kommentieren
  • Filipo Filipowicz

    Gast1 schreibt zu jeder KI News seinen Senf dazu. Apple hat den KI Zug verpasst bla bla bla, jedoch ist es mittlerweile hinlänglich bekannt, dass Apple mit vielen Dingen später dran sind und es dafür oft besser implementieren als andere.

    16. Mai 2024 | 8:28 Uhr | Kommentieren

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