Die Einführung des Solarpakets I bringt bedeutende Änderungen für Besitzer von Balkonkraftwerken mit sich. Nach der Verabschiedung durch den Bundestag und Bundesrat Ende April und der anschließenden Unterzeichnung durch den Bundespräsidenten wurden die neuen Regelungen nun im Bundesgesetzblatt bestätigt und sind offiziell in Kraft getreten. In Kürze können wir mit den ersten Wechselrichter-Updates erwarten. Verschiedene Hersteller, unter anderem Anker und EcoFlow – hatten sie verstehen gegeben, dass sie zeitnah kostenlose Updates für ihre Microwechselrichter zur Verfügung stellen.
Updates für Wechselrichter
Eine der wesentlichen Änderungen betrifft die Wechselrichter. Besitzer von Balkonkraftwerken, die bisher auf eine Ausgangsleistung von 600 Watt limitiert waren, können sich freuen. Verschiedene Hersteller haben Updates angekündigt, die die Ausgangsleistung auf die nun erlaubten 800 Watt erhöhen. Die zugehörigen Firmware-Updates könnten bereits in den nächsten Tagen bereitstehen, da die Verzögerungen beim Solarpaket I den Herstellern mehr Zeit zur Vorbereitung gegeben haben.
Eine weitere wichtige Änderung ist die Festlegung der maximalen kumulierten Solarleistung. Um als Mini-PV-Anlage zu gelten, dürfen die installierten Solarmodule eine maximale Leistung von 2.000 Watt erreichen. Bislang war sie unbeschränkt.
Vereinfachung der Anmeldung
Ein großer Vorteil des Solarpaket I ist die Vereinfachung der Anmeldung. Ab sofort muss die Installation und Inbetriebnahme eines Balkonkraftwerks nur noch im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Die separate Meldung beim jeweiligen Netzbetreiber entfällt. Dieser wird nun automatisch durch die Bundesnetzagentur informiert, was den Prozess erheblich beschleunigen dürfte.
Entwurf für VDE-Norm
Zeitgleich mit dem Inkrafttreten des Solarpaket I hat der VDE einen Entwurf der DIN VDE V 0126-95 „Steckersolargeräte“ veröffentlicht. Diese Norm erlaubt den Anschluss von Balkonkraftwerken über Schukostecker, limitiert die Modulleistung jedoch auf 960 Watt, um den dauerhaft anliegenden Einspeisestrom ins Hausnetz zu reduzieren.

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