Vodafone: Kabel-TV Kunden jubeln bei der Fußball-EM am schnellsten

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Am morgigen Freitag (14. Juni) startet die UEFA EURO 2024 mit dem Eröffnungsspiel zwischen Deutschland und Schottland in München. Millionen Fans werden vor den Endgeräten sitzen und ihren Teams die Daumen drücken. Doch bei welcher Übertragungsart kann am schnellsten gejubelt werden. Vodafone hat einen Test durchgeführt und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der neue „Jubel-Booster“ im Kabelnetz dazu führt, dass Vodafone Kabel-TV Kunden die Tore als erste feiern können.

Vodafone: Kabel-TV Kunden jubeln bei der Fußball-EM am schnellsten

Ihr werdet es in der Vergangenheit vielleicht schon das ein oder andere Mal erlebt haben. Warum jubeln der Nachbar oder die Fans in der Eckkneipe bereits, wenn auf dem eigenen Bildschirm der Angriff noch rollt?

Hintergrund sind die unterschiedlichen Übertragungswege, über die das Fernsehsignal zum Zuschauer kommt. Dazu gehören Satellit, Kabel, Antenne und Internet. Über Jahrzehnte lag SAT-TV bei den Latenzen vorne. Der Grund: Von der Kamera über Ü-Wagen und Satellit ging das TV-Signal direkt auf die heimischen Bildschirme. Die zeitliche Verzögerung war am geringsten, weil das Fernsehsignal über Satellit den kürzesten Weg zum Zuschauer hatte. Heute ist das anders. TV-Signale werden meist über schnelle Glasfaserleitungen an die Sender weitergeleitet und werden von den TV-Anbietern für die eigene Infrastruktur mittels modernster Technik ohne Zeitverlust aufbereitet.

Um Kabel-TV Kunden früher jubeln zu lassen, hat Vodafone in den letzten Monaten verschiedene Maßnahmen getroffen. Damit die Differenz zwischen TV-Bild und dem tatsächlichen Geschehen auf dem Fußballplatz beim Kabelfernsehen geringer wird, hat Vodafone die Leitungszuführung im Kabelnetz in den vergangenen Monaten umgestellt. Die Signale von ARD und ZDF kommen nun per Glasfaser und nicht mehr per Satellit in die beiden TV-Zentren in Kerpen und Frankfurt-Rödelheim. Zusätzlich wurde nun für den Zeitraum der EM der ‚Jubel-Booster‘ im Rahmen eines Pilotprojekts aktiviert. Das unkomprimierte TV-Signal aus den Studios der TV-Sender wird nun unverändert in der Signalaufbereitung genutzt.

Das Ergebnis: Ein zeitlicher Vorsprung beim Kabelfernsehen von bis zu zwei Sekunden gegenüber Satellit. Der „Jubel-Booster“ funktioniert aus technischen Gründen derzeit ausschließlich bei Das Erste HD und ZDF HD in 13 Bundesländern. In Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg sind die Signale von Das Erste HD und ZDF HD derzeit noch auf Augenhöhe mit Satellit. An einer Einführung des ‚Jubel-Boosters‘ in den drei Bundesländern wird derzeit noch gearbeitet.

Die Differenz von zwei Sekunden hat sich Vodafone übrigens nicht „aus den Fingern gesogen“, sondern mit einem Test ermitteln lassen. In einem ersten Praxistest hat das Münchener Market Intelligence Unternehmen veed analytics die Signalverzögerung beim Spiel der Deutschen Damen-Nationalmannschaft gegen Polen am 4. Juni gemessen und verglichen. veed analytics hat für den Latenztest die Satellitenübertragung als Referenzsignal genutzt und Durchschnittswerte mehrere Messungen zum Vergleich genommen.

Das Vodafone-Kabel-Signal lag nun zwei Sekunden vor dem Sat-Signal. Auf Platz drei liegt das Antennenfernsehen DVB-T2 mit fünf Sekunden Rückstand auf Kabel-TV. Bei den Anbietern von Internetfernsehen war waipu.tv (hier hat man kürzlich auch Maßnahmnen ergriffen) am schnellsten und lag sieben Sekunden hinter dem Kabelsignal.

Kategorie: Apple

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