Auf der „Glowtime“-Keynote hatte Apple zahlreiche Neuerungen für die iPhone 16 Generation vorgestellt, allen voran der neue A18-Chip und Kameraverbesserungen. Dabei hat das Unternehmen natürlich auf der Keynote nicht alle Neuerungen des iPhone 16 im Detail behandelt. Viele Informationen nahmen erst nach der Keynote die Runde, sind aber nicht minder interessant, wie beispielsweise die Größe des Arbeitsspeichers, MagSafe-Verbesserungen, Akkulaufzeit, Gewicht und mehr.

Fotocredit: Apple
Alle iPhone 16 Modelle verfügen jetzt über 8 GB RAM
Eine bemerkenswerte Neuerung ist, dass Apple alle iPhone 16 Modelle mit 8 GB RAM ausgestattet hat. Das Upgrade kommt vor allem dem Standard-iPhone 16 und dem iPhone 16 Plus zugute, die nun die gleiche Arbeitsspeichergröße wie die Pro-Modelle haben.
Das bedeutet eine Steigerung von 2 GB für die Basismodelle im Vergleich zu den Vorgängermodellen des iPhone 15, während die Pro-Modelle den gleichen Arbeitsspeicher wie die letztjährigen Versionen haben. MacRumors bestätigte diese Information durch die neueste Version von Apples Xcode 16 Entwickler-Tool.
Schnelleres MagSafe-Ladeverfahren
Die iPhone 16 Serie unterstützt eine verbesserte MagSafe-Ladefunktion, die jetzt in Verbindung mit einem 30W-Ladegerät eine Ladegeschwindigkeit von bis zu 25 W erreicht. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen 15W-Grenze. Mit der neuen Schnellladefunktion können Nutzer ihre iPhones in nur 30 Minuten zu 50 Prozent aufladen.
iPhone 16 Pro Max stellt neuen Rekord für die Akkulaufzeit auf
Apple hat mit dem iPhone 16 Pro Max die bisherige iPhone-Bestmarke bei der Akkulaufzeit übertroffen und bietet bis zu 33 Stunden Videowiedergabe. Das sind 14 Prozent mehr als beim Vorgängermodell, dem iPhone 15 Pro Max. Auch beim iPhone 16 Pro gibt es eine deutliche Verbesserung: Die Akkulaufzeit wurde von 23 Stunden beim Vorgängermodell auf 27 Stunden erhöht.
Alle iPhone 16 Modelle unterstützen Wi-Fi 7
Die Gerüchte vor der Markteinführung ließen vermuten, dass Wi-Fi 7 auf die Pro-Modelle beschränkt sein würde. Das ist nicht der Fall, denn alle vier iPhones unterstützen laut den technischen Daten den 802.11be Wi-Fi 7 Standard mit 2×2 MIMO.
Mit Wi-Fi 7 können die neuen iPhones Daten über das 2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz Band gleichzeitig senden und empfangen – für schnellere Wi-Fi-Geschwindigkeiten, geringere Latenzzeiten und eine zuverlässigere Verbindung. Wi-Fi 7 bietet theoretische Spitzen-Download-Geschwindigkeiten von mehr als 40 Gb/s, viermal mehr als der vorherige Standard Wi-Fi 6E.
iPhone 16 Pro Modelle mit leichtem Gewichtszuwachs
Die neuen iPhone 16 Pro Modelle sind etwas schwerer als die iPhone 15 Pro Modelle, wie aus den technischen Daten von Apple für die Geräte hervorgeht.
Hier sind die Gewichtsangaben:
- iPhone 15 Pro: 187 Gramm
- iPhone 15 Pro Max: 221 Gramm
- iPhone 16 Pro: 199 Gramm
- iPhone 16 Pro Max: 227 Gramm
Das bedeutet, dass das iPhone 16 Pro rund 6 Prozent schwerer ist als das iPhone 15 Pro, während das iPhone 16 Pro Max ca. 2,5 Prozent schwerer ist als das iPhone 15 Pro Max. Dabei sei angemerkt: Das iPhone 16 Pro und das iPhone 16 Pro Max sind mit 6,3 bzw. 6,9 Zoll Displays ausgestattet, die größer sind als die Displays des iPhone 15 Pro und iPhone 15 Pro Max (6,1 und 6,7 Zoll).
Physisches SIM-Fach
Die technischen Daten auf der Apple-Webseite bestätigen, dass alle vier iPhone 16 Modelle weiterhin mit Nano-SIM-Karten in Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, den Niederlanden, Schweden, Kanada, Australien, Neuseeland, Japan, China und Singapur kompatibel sind. In den meisten Ländern unterstützen die Geräte weiterhin eSIM, was eine Dual-SIM-Funktionalität mit Mobilfunknetzen ermöglicht.
Apple hat in den USA vor zwei Jahren mit dem iPhone 14 das SIM-Kartenfach aus dem iPhone entfernt. Seitdem gibt es regelmäßig Gerüchte, dass dies bald auch in weiteren Ländern der Fall sein würde. Mit der zunehmenden Verfügbarkeit von eSIMs könnte das SIM-Kartenfach irgendwann aus iPhones, die außerhalb der USA verkauft werden, entfernt werden, aber vorerst bleibt es noch ein weiteres Jahr erhalten.
mmWave 5G bleibt auf US-Modelle beschränkt
Seit die 5G-Unterstützung erstmals im iPhone 12 als Upgrade für LTE vorgestellt wurde, ist mmWave 5G den USA vorbehalten.
mmWave 5G ermöglicht sehr schnelle Datenübertragungen mit Geschwindigkeiten von mehreren Gigabit pro Sekunde. Die 5G-Variante hat jedoch eine relativ kurze Reichweite und Probleme mit der Durchdringung von Hindernissen. Diese Variante wird vor allem in städtischen Gebieten oder an Orten mit hoher Netzbelastung eingesetzt.
Im Gegensatz dazu verwendet Sub-6-GHz-5G niedrigere Frequenzen, was eine größere Reichweite und bessere Durchdringung von Gebäuden ermöglicht. Dafür sind die Datenraten im Vergleich zu mmWave 5G etwas langsamer, aber stabiler auf größeren Distanzen. Sub-6-GHz-5G ist in iPhones außerhalb der USA verfügbar.
Apple hat mmWave 5G bisher nicht in weiteren Ländern eingeführt, weil andere Länder die schnelleren Geschwindigkeiten noch nicht weitgehend übernommen haben. Es gibt zwar mmWave-Netze in Ländern wie Australien, China und Japan, aber es ist kein Standard, der sich vollständig durchgesetzt hat.
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