Vision Pro: Apple zieht Konsequenzen und plant angeblich Produktionsstopp – günstigere Version in Planung

| 7:15 Uhr | 2 Kommentare

Laut The Information plant Apple die Produktion der Vision Pro noch dieses Jahr einzustellen. Dem Bericht zufolge hatte Apple Probleme, mit dem 3.999 Euro teuren Mixed-Reality-Headset das Interesse der Verbraucher zu wecken, wahrscheinlich aufgrund einer Kombination aus hohem Preis und begrenztem Inhaltsangebot. Apple soll stattdessen seinen Fokus auf die Entwicklung eines kostengünstigeren Headsets verlagern, welches die AR/VR-Technologie für ein breiteres Publikum zugänglich machen würde.

Fotocredit: Apple

Verringerung der Produktion

The Information beruft sich auf mehrere Quellen, die an der Herstellung von Teilen für die Vision Pro beteiligt sind. Offenbar hat Apple bereits im Sommer damit begonnen, die Produktion zu drosseln, um die Nachfrage für den Rest der Produktlebensdauer zu decken, die bereits im nächsten Jahr enden könnte. Möglicherweise wird die Produktion bereits im November eingestellt, wenn nicht sogar früher.

Der Hauptgrund? Die Nachfrage liegt anscheinend hinter den Erwartungen zurück, was sich wohl auch im Inventar widerspiegelt. Im Moment haben die Zulieferer angeblich genügend Teile für bis zu 600.000 Vision Pro Headsets – aber einige dieser Teile liegen ungenutzt in den Lagern herum. Viele Fabriken, in denen die Komponenten hergestellt werden, haben die Produktion bereits angehalten, einige sogar schon im Mai. In der Zwischenzeit hat Luxshare, das chinesische Unternehmen, das für den Zusammenbau der Vision Pro verantwortlich ist, die Produktion um die Hälfte reduziert, auf etwa 1.000 Einheiten pro Tag. Dennoch soll Apple mehr als genug Geräte haben, um die aktuelle Nachfrage zu decken.

Fairerweise muss man sagen, dass Apple nicht komplett den Stecker zieht. Die Produktionslinien werden nicht stillgelegt, sodass das Unternehmen immer noch die Möglichkeit hat, die Produktion wieder aufzunehmen, falls die Verkäufe wieder anziehen sollten. Aber es klingt so, als ob Apple nicht auf einen plötzlichen Nachfrageschub setzt.

Apples AR/VR-Zukunft

Was bedeutet das alles für die Zukunft von Apple im Bereich AR/VR? Nun, anstatt sich auf eine Vision Pro der zweiten Generation zu konzentrieren, scheint das Unternehmen an einer kostengünstigeren Version zu arbeiten. Apple hat angeblich seine Zulieferer gebeten, sich auf etwa vier Millionen Einheiten dieses zukünftigen, günstigeren Headsets vorzubereiten. Zum Vergleich: Das ist die Hälfte dessen, was ursprünglich für die Vision Pro geplant war. Apples Erwartungen an dieses neue Headset sind somit vorsichtiger.

Um die Kosten zu senken, könnten die luxuriösen Aluminium- und Glasmaterialien der Vision Pro durch leichteres und preiswerteres Plastik ersetzt werden. Zudem berichtete Bloombergs Mark Gurman, dass Apple auf das EyeSight-Display verzichten wird, um entscheidende Produktionskosten zu sparen. Das Ergebnis? Ein Headset, das vom Design her etwas „funktionaler“ ist, dafür aber Geld spart und leichter wird. Ziel soll es sein, einen Verkaufspreis von rund 2.000 Dollar zu erreichen.

Zudem gibt es immer noch Gerüchte über ein mögliches „inkrementelles Update“ der aktuellen Vision Pro, vielleicht mit einem neuen Chip, aber ohne größere Designänderungen. Es wäre eine gute Lösung für Apple, all die herumliegenden Teile zu verwenden und zumindest ein kleines Upgrade anzubieten. Das günstigere Headset soll jedoch Priorität haben.

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Bananarama

    Der ganze „Bericht“ ist purer Nonsens. The (Dis)Information labert denselben ausgedachten Scheiß wie KuoShmuo oder GurmanShmurman. Die haben keinerlei Ahnung, was in der Lieferkette los ist. Und die Medien, die diesen Unsinn nachplappern, scheitern offensichtlich daran, die simplen Fakten zum Thema zusammen zu tragen. Letztes Jahr wurde nämlich berichtet, dass Sony, exklusiver Lieferant der 4K-Displays für Apples Vision Pro, nur 1 Mio. Displays liefern würde und sich obendrein weigerte, die Produktion zu erhöhen. Nach Adam Riese macht das genau 500.000 Vision Pro. 250.000 davon wurden allein in den USA verkauft, der Rest verkauft sich locker in der übrigen Welt bis Ende des Jahres. Es gibt also keinerlei Grund für Produktionskürzungen oder gar -einstellungen. Die Behauptung von KuoShmuo vor ein paar Monaten, dass Apple die Produnktion um 50% kürzen müsste, weil ihre Verkaufserwartungen von angeblich 1 Mio. Vision Pro für 2024 nicht erfüllt würden, war einfach nur eine kackdreist Lüge. Das kommt davon, wenn man mit Spekulationen auf Lügen und der Vergesslichkeit der Medien und deren Leser aufbaut und daraus eine wilde Gloom & Doom Storys klöppelt. Es bleibt Müll, fern jeglicher echter Fakten.

    24. Okt. 2024 | 14:19 Uhr | Kommentieren
  • Gast1

    Bananarama ….absolut richtig !
    Da passt einiges überhaupt nicht zusammen was die Glaskugelkasper da so schreiben.
    Apple wird das schon richtig machen. Auf die Sony Displays zu verzichten wäre für die VP ein Rückschritt. Diese Dusplays sind selbst für Apple sündhaft teuer , haben aber dafür ein Paket was niemand sonst herstellen kann . Sind …..Auflösung , Stromverbrauch und Leuchtstärke . Besonders letzteres ist für die Optik in der VP besonders wichtig da sie bis zu 70% der Lichtleistung schluckt.
    Ich finde den beschriebenen Weg nicht schlecht die VP weiterentwickeln , neuer Prozessor M4 zB. noch deutlich effektiver als der M2 , Materialauswahl überdenken und die äusseren Displays weglassen. Dann nich eine günstigere Variante bis 1500€ .

    24. Okt. 2024 | 18:16 Uhr | Kommentieren

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