Ab iOS 18.2 haben Kinder in Australien eine neue Option, iMessages, die Nacktfotos oder -videos enthalten, an Apple zu melden. Wie Apple gegenüber The Guardian weiter ausführt, wird das Unternehmen diese Meldungen prüfen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen.

Meldefunktion für unangemessene Inhalte
Apples neue Funktion ermöglicht es Kindern, die in iMessage auf Nacktinhalte stoßen, diese Nachrichten für eine Überprüfung durch Apple zu markieren. Laut The Guardian könnte Apple nach der Prüfung Maßnahmen ergreifen, wie z. B. die Sperrung des Apple-Kontos des Absenders oder sogar die Kontaktaufnahme mit den Strafverfolgungsbehörden, falls erforderlich. Im Wesentlichen geht es darum, jungen Nutzern (und ihren Eltern) ein neues Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem sie sich bei der Verwendung von Apple-Geräten schützen können.
Was wird an Apple gesendet?
Wenn ein Kind eine explizite Nachricht meldet, werden folgende Informationen in den Bericht aufgenommen: die Nacktbilder oder -videos selbst sowie die Konversation unmittelbar vor und nach dem markierten Inhalt. Außerdem werden die Kontaktinformationen für beide beteiligten Konten erfasst. Kinder können sogar zusätzliche Details hinzufügen, um zu beschreiben, was genau passiert ist. Apple wird diese Informationen nutzen, um zu beurteilen, ob Maßnahmen ergriffen werden sollten.
Die Funktion ist Teil eines größeren Sicherheitssystems, das Apple seit 2021 entwickelt hat. Der Grundstein dafür wurde mit der Funktion „Kommunikationssicherheit“ in iOS 15.2 gelegt, die zunächst in den USA eingeführt und dann im vergangenen Jahr mit iOS 17 weltweit erweitert wurde. Hier ging es zunächst darum, Kinder zu warnen, wenn sie im Begriff sind, etwas zu empfangen oder zu senden, das Nacktheit enthält. Wichtig ist, dass Apple betont, dass diese Analyse ausschließlich auf dem Gerät durchgeführt wird.
Warum zuerst Australien?
Die neue Meldefunktion folgt auf neuen Vorschriften in Australien, die von Technologieunternehmen verlangen, bis Ende 2024 strengere Maßnahmen gegen Material über sexuellen Kindesmissbrauch (CSAM) zu ergreifen. Die Antwort von Apple auf diese neuen Vorschriften ist klar: Die Sicherheitsprotokolle werden jetzt in Australien verschärft und später weltweit angepasst.
Die Beta-Version von iOS 18.2 ist bereits verfügbar. Aber für die meisten von uns wird die offizielle Veröffentlichung im Dezember erwartet. Vorher steht jedoch nächste Woche der offizielle Release von iOS 18.1 an.
0 Kommentare