Apple hat sich schon an so manche Bürokratie weltweit gewöhnt, aber die Situation in Indonesien stellt das Unternehmen vor eine ganz neue Herausforderung. So berichtet die Economic Times, dass der Verkauf und sogar die Benutzung des iPhone 16 im Land derzeit verboten sind. Das betrifft nicht nur die Einwohner, sondern auch Touristen, die mit ihren neuen iPhones unterwegs sind. Der Grund für das Verbot? Eine Investitionszusage, die Apple nicht vollständig erfüllt hat.

Warum darf das iPhone 16 nicht genutzt werden?
Laut der indischen Zeitung Economic Times liegt der Knackpunkt bei einem Deal zwischen Apple und der indonesischen Regierung. Apple hatte sich verpflichtet, 109 Millionen US-Dollar in Indonesien zu investieren, aber es wurden nur 95 Millionen US-Dollar überwiesen. Diese fehlenden 14 Millionen Dollar nimmt das indonesische Industrieministerium nun zum Anlass, um die nötigen Zertifizierungen für das iPhone 16 zu verweigern, was zur Folge hat, dass das Smartphone nicht mehr verkauft werden darf.
Besonders brisant wird es dadurch, dass der indonesische Industrieminister betont hat, dass auch die Nutzung des iPhone 16 illegal sei. Das betrifft nicht nur Einheimische, sondern auch Reisende. Wenn ihr also plant, nach Indonesien zu reisen, lasst euer neues iPhone besser zu Hause oder zumindest ausgeschaltet in der Tasche. Verstöße sollen sogar bei den Behörden gemeldet werden.
Seit dem 18. April 2020 müssen ohnehin alle internationalen Mobiltelefone in Indonesien registriert werden. Geräte ohne registrierte IMEI-Nummer werden vom lokalen Netz ausgeschlossen. Die Regelung wurde von der Regierung eingeführt, um den Handel mit nicht lizenzierten oder illegal importierten Geräten einzudämmen und sicherzustellen, dass alle verwendeten Mobiltelefone den lokalen Vorschriften entsprechen.
Auch die Apple Watch Series 10 ist betroffen
Nicht nur das iPhone 16 ist von dem Verbot betroffen, sondern auch die Apple Watch Series 10. Wer mit der Smartwatch nach Indonesien reist, sollte also ebenfalls Vorsicht walten lassen. Das Verbot könnte natürlich nur vorübergehend sein, aber aktuell sieht es so aus, als würde die Regierung ihre Muskeln spielen lassen und Apple ein klares Signal senden.
Indonesien verfolgt, ähnlich wie andere Länder, klare Regeln, wenn es um ausländische Unternehmen geht. Firmen müssen einen bestimmten Anteil ihrer Investitionen lokal tätigen, um ihre Produkte auf dem Markt anbieten zu dürfen. Diese Regelung soll sicherstellen, dass die präsente Marktmacht internationaler Konzerne auch Vorteile für die lokale Wirtschaft mit sich bringt.
Apple hatte sich in diesem Zusammenhang verpflichtet, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen im Land aufzubauen. Ein Beispiel dafür ist die Apple Developer Academy auf Bali, die im April als mittlerweile vierte ihrer Art in Indonesien eröffnet wurde. Dennoch reichen diese Maßnahmen offenbar nicht aus, um die aktuellen Anforderungen zu erfüllen.
Was bedeutet das für die Zukunft?
Natürlich sind solche Auseinandersetzungen nichts Neues in der Welt der internationalen Geschäfte. Oft handelt es sich dabei eher um Druckmittel, die genutzt werden, um Unternehmen dazu zu bringen, ihre Investitionen zu beschleunigen oder zu erhöhen. Es bleibt abzuwarten, ob bzw. wann Apple bereit ist, die fehlenden 14 Millionen Dollar zu investieren, um das Verbot aufzuheben. Bis dahin aber sollten sowohl Einheimische als auch Reisende vorsichtig sein – das iPhone 16 und die Apple Watch Series 10 bleiben erst einmal besser im Koffer.
Damit die Machtgeilheit der Politiker und Bürokraten nicht überhand nimmt sollte der verantwortungsvolle Bürger langsam überlegen was er wählt und wen er da den Hammer in die Hand drückt. Ist ja in Deutschland und der EU keinesfalls besser.
Macht es wie Milei in Argentinien und setzt sie alle vor die Tür , läuft.
Ist das albern, dann kommen hoffentlich keine Touristen mehr nach Indonesien und das Land verdient kein Geld mehr, ich würde die 95 mio zurückfordern , können sie schauen woher das Land das Geld auftreibt.