Apple Original Films hat einen neuen Dokumentarfilm mit dem Titel „Deaf President Now!“ angekündigt, der ein wegweisendes Ereignis der Bürgerrechtsgeschichte aufgreift. Der Film beleuchtet die Proteste an der Gallaudet University im Jahr 1988, eine achttägige Bewegung, die sich gegen institutionelle Vorurteile richtete und den Kampf für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in den Vereinigten Staaten prägte.

Fotocredit: Apple TV+
Die Gallaudet-Proteste
Die Geschichte beginnt mit einer Entscheidung, die von vielen als zutiefst ungerecht empfunden wurde. Die Gallaudet University, die einzige Hochschuleinrichtung der Welt, die für gehörlose und schwerhörige Studenten eingerichtet wurde, ernannte einen hörenden Präsidenten, obwohl es mehrere sehr qualifizierte gehörlose Kandidaten gab. Daraufhin organisierten Studenten, Dozenten und Alumni Proteste.
Nach tagelangen Kundgebungen und Boykotts hatten ihre Bemühungen Erfolg: Der neue Präsident trat zurück, und Dr. I. King Jordan wurde der erste gehörlose Präsident von Gallaudet. Dies war nicht nur ein Sieg auf dem Campus. Die Bewegung warf ein Schlaglicht auf allgemeinere Fragen der Gleichberechtigung sowie Zugänglichkeit und trug zu der Dynamik bei, die schließlich zum „Americans with Disabilities Act“ (ADA) führen sollte.
„Deaf President Now!“
Der Dokumentarfilm zu diesen Ereignissen wurde von Nyle DiMarco („Die Gehörlosen-Uni“, „Hörbar“) und Davis Guggenheim („Eine unbequeme Wahrheit“) gemeinsam inszeniert. Das Team wählte einen durchdachten Ansatz für die Erzählung, indem es Archivmaterial, Interviews mit Schlüsselfiguren und eine kreative Technik namens „Deaf Point of View“ einbezog. Diese Methode nutzt visuelles Storytelling und Sounddesign, um den Zuschauern die Erfahrung von Gehörlosen näherzubringen.
Zudem unterstützte der Produzent von Deaf Lens, Wayne Betts Jr., die Produktion bei der Entwicklung des visuellen Stils, der als „Visual Noise“ bekannt ist. In „Deaf President Now!“ dient dieser Ansatz dazu, die Zuschauer in eine Welt eintauchen zu lassen, die Gehörlose als visuell orientierte Gemeinschaft erleben, und dabei die Barrieren und Möglichkeiten ihrer Kommunikation sichtbar zu machen.
Besonders auffallend an der Produktion ist die Betonung der Authentizität. Das Team hat mehr als 40 gehörlose und schwerhörige Mitarbeiter hinzugezogen, um eine genaue Darstellung der Kultur und Sprache zu gewährleisten. Von der Darstellung der Amerikanischen Gebärdensprache (ASL) auf dem Bildschirm bis hin zum Tempo der visuellen Erzählung ist jedes Detail sorgfältig ausgearbeitet.
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