Apples Vision Pro Headset hat nicht nur wegen seiner innovativen Fähigkeiten, sondern auch aufgrund seines Preisschilds in Höhe von 3.999 Euro Aufmerksamkeit erregt. Apple ist sich der Herausforderung bewusst, eine neue Gerätekategorie in dieser Preisklasse zu etablieren. Berichten zufolge bemüht sich das Unternehmen, die Produktionskosten zu senken und schließlich eine erschwinglichere Variante des Mixed-Reality-Headsets anzubieten. Laut dem Marktforschungsunternehmen TrendForce ist Apples Ansatz nicht nur gut durchdacht, sondern wahrscheinlich auch langfristig erfolgreich.

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Noch nicht im Massenmarkt angekommen
Die Vision Pro ist nicht das teuerste VR/AR-Headset auf dem Markt – diese Krone geht an Geräte wie das rund 7.000 Euro teure Varjo XR-3. Doch im Gegensatz zu Nischenprodukten, die an spezielle Anwendungen gebunden sind, zielt Apples Headset auf ein viel breiteres Publikum ab. Als eigenständiges Gerät eröffnet es Möglichkeiten für Profis, Kreative und normale Verbraucher gleichermaßen.
Während sich zum Beispiel die Varjo XR-3 auf spezielle Einsatzgebiete wie Industriedesign, Simulationen sowie Forschung konzentriert und einen leistungsstarken PC benötigt, befreit die Vision Pro die Benutzer von solchen Einschränkungen. Ganz gleich, ob man Dokumente in Augmented Reality bearbeitet, virtuelle Meetings veranstaltet, in immersive Filme eintaucht oder das Headset sogar in der Medizintechnik einsetzt – Apples Gerät setzt neue Maßstäbe für das, was möglich ist.
Auch wenn sich die Vision Pro deutlich vielseitiger als die erwähnten Nischenprodukte zeigt, ist das Headset noch nicht im Massenmarkt angekommen, wie Tim Cook Anfang des Jahres in einem Interview bestätigte:
„Mit einem Preis von 3.500 Dollar ist es kein Produkt für den Massenmarkt“, sagte Cook. „Im Moment ist es ein Early-Adopter-Produkt. Es ist für Leute gedacht, die schon heute die Technologie von morgen haben wollen. Glücklicherweise gibt es genug Leute, die zu diesem Lager gehören, sodass es sehr spannend ist.“
Apples zweigleisige Strategie für AR/VR
Die Lösung? Zwei Preisklassen, wie es Apple bereits mit anderen Produkten erfolgreich umgesetzt hat. Im Einklang mit früheren Gerüchten bestätigt das taiwanesische Forschungsunternehmen TrendForce, dass Apple sowohl eine Vision Pro der nächsten Generation als auch ein Mainstream-Headset plant, das wahrscheinlich „Apple Vision“ ohne den Zusatz „Pro“ heißen würde.
TrendForce zufolge wird Apple für die nächste Generation der Vision Pro wahrscheinlich in Erwägung ziehen, Display-Komponenten von anderen Herstellern als Sony zu beziehen, jedoch weiterhin auf ein High-End-Erlebnis abzielen. Für das günstigere Vision-Headset erwartet das Forschungsunternehmen, dass Apple sich auf „Erschwinglichkeit und Kosteneffizienz“ als Hauptpriorität konzentrieren wird, was visionOS für mehr Kunden zu einem deutlich niedrigeren Preis im Vergleich zur Vision Pro zugänglich machen sollte.
Einer der Hauptgründe für die hohen Herstellungskosten der Vision Pro sind die im Headset verwendeten Micro-OLED-Displays. Angeblich prüft Apple derzeit alternative Lieferanten, die das Unternehmen mit günstigeren Displays ausstatten sollen.
„Mögliche Display-Optionen für dieses Modell sind glasbasierte OLED-Displays und LCDs mit LTPO-Backplane-Technologie, die beide ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Kosten bieten“, so TrendForce.
Um weitere Kosten zu senken, könnten die luxuriösen Aluminium- und Glasmaterialien der Vision Pro durch leichteres und preiswerteres Plastik ersetzt werden. Zudem berichtete Bloombergs Mark Gurman, dass Apple auf das EyeSight-Display verzichten wird, um entscheidende Produktionskosten zu sparen. Das Ergebnis? Ein Headset, das vom Design her etwas „funktionaler“ ist, dafür aber Geld spart und leichter wird. Ziel soll es sein, einen Verkaufspreis von rund 2.000 Dollar zu erreichen.
TrendForce prognostiziert, dass Apples Strategie erfolgreich einen zweigeteilten Markt schaffen wird. Die Vision Pro wird voraussichtlich das Flaggschiffprodukt für Enthusiasten bleiben, die das ultimative Erlebnis suchen. Die preiswertere Variante soll parallel die Mixed-Reality-Technologie für ein breiteres Publikum zugänglich machen. Letztendlich könnten die Geräte den Weg zu einer leichteren AR-Brille von Apple ebnen.
Frontdisplay kann weg , teure und schwere Metallgehäuse kann weg. Die super teuren Sony Displays (ca. 600 $ / Stück ) und die Zeiss Linsen ( zB. aus Kunststoff ) ersetzen und man kommt schnell in den interessanten Preisbereich. Die VP für knapp unter 2k € und es ist ein Mega – Produkt.
Dann noch ein günstiges Modell , eine Vision Light für 700~900€ und es läuft.
Bei der Software muss Apple noch fleißiger werden.