Apple erklärt, warum das Unternehmen keine eigene Suchmaschine entwickelt

| 8:00 Uhr | 1 Kommentar

Seit vielen Jahren setzt Apple beim iPhone und iPad standardmäßig auf Google als Suchmaschine. Anwender haben zwar die Möglichkeit, eine andere Suchmaschine auszuwählen, dürften davon allerdings nur geringfügig Gebrauch machen. Ganz freiwillig hat Apple die Google Suchmaschine nicht als Standard ausgewählt, im Hintergrund fließen Milliardenbeträge. Warum spart sich Apple nicht das Geld und setzt auf eine eigene Suchmaschine? Eddy Cue, Apple Senior Vice President of Services, hat sich nun zu dieser Thematik geäußert.

Apple erklärt, warum das Unternehmen keine eigene Suchmaschine entwickelt

Immer mal wieder gab es in der Vergangenheit Gerüchte, dass Apple an einer eigenen Suchmaschine arbeitet. Etwas konkretes haben wir bisher nicht zu Gesicht bekommen. In einer Erklärung, die letzte Woche bei einem US-Bundesgericht in Washington, DC eingereicht wurde, sagte Cue, Apple sei aus folgenden Gründen gegen die Entwicklung einer eigenen Suchmaschine.

  • Die Entwicklung einer Suchmaschine würde Apple „Milliarden Dollar“ kosten und „viele Jahre dauern“, und dadurch würden Investitionsgelder und Mitarbeiter von „anderen Wachstumsfeldern“ abgezogen, auf die sich das Unternehmen konzentriert.
  • Das Suchgeschäft entwickle sich aufgrund künstlicher Intelligenz „rasant“, daher wäre es für Apple „wirtschaftlich riskant“, eine Suchmaschine zu entwickeln.
  • Um ein „lebensfähiges“ Suchmaschinengeschäft aufzubauen, müsste Apple „zielgerichtete Werbung verkaufen“, was für das Unternehmen „kein Kerngeschäft“ sei und seinen „langjährigen Verpflichtungen zum Datenschutz“ zuwiderlaufen würde.
  • Apple verfügt nicht über genügend „spezialisierte Fachkräfte“ und die erforderliche „operative Infrastruktur“, um ein erfolgreiches Suchmaschinengeschäft aufzubauen und zu betreiben.

Jahrelang kassierte Apple Milliardenbeträge dafür, dass Google als Standardsuchmaschine auf dem iPhone und iPad voreingestellt ist. Anfang dieses Jahres erklärte ein Gericht, dass der Deal zwischen Apple und Google illegal sei. In seiner Erklärung (via Reuters) bat Cue das Gericht, Apple zu gestatten, den Deal zu verteidigen, indem das Unternehmen seine eigenen Zeugen während des Prozesses aussagen lasse.

Laut Cue kann nur Apple sagen, welche Art von zukünftiger Zusammenarbeit seinen Nutzern am besten dienen kann. Apple konzentriert sich unermüdlich darauf, das bestmögliche Benutzererlebnis zu schaffen und prüft mögliche Partnerschaften und Vereinbarungen mit anderen Unternehmen, um dies zu erreichen. Sollte die Vereinbarung nicht länger aufrecht erhalten werden können, so Cue, würde dies Apples Fähigkeit einschränken, weiterhin Produkte zu liefern, die den Bedürfnissen seiner Nutzer am besten gerecht werden.

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1 Kommentare

  • Peter

    Ich hab Google und mehr brauche ich nicht. Die anderen Suchmaschinen sind für mich nicht zu gebrauchen. Sehe ich immer wieder, wenn ich die mal teste. Die EU mit ihren Vorgaben hin oder her. Selbst Ende 2024 gibt es nix besseres als Google.

    27. Dez. 2024 | 13:39 Uhr | Kommentieren

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