Apple ist angeblich bereit, seine iPhone-Designformel mit ambitionierten Hardware-Änderungen grundlegend zu verändern. So deuten jüngste Leaks aus der Lieferkette darauf hin, dass das Unternehmen von 2025 bis 2027 jährlich größere Design-Updates geplant hat, bis schließlich die Front nur noch aus einem Display besteht, ohne Dynamic Island und Löcher.

Der Drei-Jahres-Plan
Apples bisherige Designformel für iPhone-Updates war im Vergleich zum neuen Fahrplan eher gemütlich gehalten. Ein neues Design wurde eingeführt und in den Folgejahren größtenteils beibehalten, bis es dann in einigen Jahren wieder ein großes Update gab. Die von „Digital Chat Station“ geleakte Roadmap zeigt einen neuen Ansatz für die iPhone-Entwicklung. Jedes Jahr wird sich Apple auf verschiedene Aspekte des Geräts konzentrieren, um eine progressive Transformation zu schaffen.
Die Verwandlung beginnt mit der Markteinführung des iPhone 17 Pro im Herbst 2025. Apple plant eine Umgestaltung des rückwärtigen Kamerasystems mit einer neuen horizontalen Anordnung. Das Redesign ist das erste größere Update des Kameramoduls seit der Einführung des Triple-Kamera-Systems im iPhone 11 Pro. Die horizontale Kameraleiste soll eine verbesserte interne Komponentenorganisation bieten und gleichzeitig eine neue visuelle Identität schaffen.
Das Folgejahr wird sich mit den Frontelementen befassen. Berichten zufolge plant Apple, Face ID unter das Display zu verlegen. Die Face ID Komponenten unter dem Display zu positionieren, ist eine der schwierigsten Design-Herausforderungen, die Apple seit langem angenommen hat. Face ID schießt nicht einfach nur ein Selfie. Es projiziert Tausende von unsichtbaren Punkten auf das Gesicht, um eine detaillierte 3D-Abbildung zu erfassen, und dafür ist Infrarotlicht erforderlich. Das Problem dabei ist, dass OLED-Displays Infrarotsignale nicht gut durchlassen. Somit muss Apple nicht nur die Sensoren, sondern auch das Display selbst überarbeiten, um sicherzustellen, dass genügend Infrarotlicht durchgelassen wird.
Während das Face ID Modul unter dem Display positioniert wird, soll die Frontkamera in einem kleinen Lochausschnitt unterkommen, der HIAA genannt wird. Dies steht für Hole-in-Active-Area, eine von Samsung entwickelte Display-Technologie. Dabei wird mithilfe von Laser-Mikrobohrungen ein winziges Loch direkt in die Pixel des Displays gebohrt, sodass es weniger Platz einnimmt.
In der letzten Phase strebt Apple im Jahr 2027 ein Fullscreen-iPhone an, bei dem neben den Face ID Sensoren nun auch die Frontkamera unter die Bildschirmoberfläche wandert.
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