macOS 16: Das können wir von Apples „größten Mac-Update“ seit Jahren erwarten

| 17:15 Uhr | 0 Kommentare

Apples Worldwide Developers Conference steht vor der Tür und damit auch die jährliche Enthüllung eines neuen macOS-Updates. MacRumors hält einige interessante Gerüchte bereit, die zeigen, wohin die Reise gehen könnte.

Wie heißt das nächste Mac-Betriebssystem?

Apples Tradition der Namensgebung für macOS hat sich zu einer Art jährlichem Ratespiel entwickelt. Das Unternehmen begann mit großen Katzen in den Tagen von Mac OS X und wechselte dann 2013 mit Mavericks zu kalifornischen Wahrzeichen. Apple hat es geschickt verstanden, über Briefkastenfirmen Markenanmeldungen für mehr als 20 kalifornische Namen einzureichen, um seine zukünftigen Pläne geheim zu halten.

Mehrere Namen aus diesen Anmeldungen blieben bisher ungenutzt, darunter California, Condor, Mammoth, Redwood, Rincon, Skyline, Tiburon und Pacific. Apple hat schon früher auf ältere Markenanmeldung wie Big Sur zurückgegriffen, sodass jeder dieser Namen als offizieller macOS 16 Name auftauchen könnte. Tiburon wurde bereits in Marketingelementen als eine Ortsangabe genutzt.

Hardware-Kompatibilität

Der Abschied vom Intel Mac geht mit macOS 16 weiter. Apple schloss den Übergang zu Apple Silicon im Jahr 2023 ab, wobei jede neue macOS-Version weniger Intel-Rechner unterstützte. Derzeit laufen nur ausgewählte Intel Macs der Jahrgänge 2017-2020 mit macOS Sequoia, darunter aktuelle MacBook Pro Modelle, der Mac Pro 2019 und iMacs der Jahrgänge 2018-2020.

Da KI-Funktionen in Apples Software-Strategie immer wichtiger werden, könnte macOS 16 das letzte Update sein, das Intel-Macs überhaupt unterstützt. Damit würde das für Apple typische Support-Fenster von fünf Jahren eingehalten, während die Nutzer zu Apple Silicon Maschinen wechseln, die Apple Intelligence Funktionen beherrschen.

Großes Redesign

macOS 16 soll mit einer umfangreichen Designüberarbeitung das größte Mac-Update seit Jahren werden. Hierbei handelt es sich nicht nur um einen groben Anstrich. Apple plant eine komplette visuelle Auffrischung, die Icons, Menüs, Fenster und Systemschaltflächen im gesamten Betriebssystem verändert. Die Designänderungen sollen gewährleisten, dass die Nutzer das Betriebssystem schneller und intuitiver bedienen können.

Das Projekt, das intern den Codenamen „Cheer“ trägt, soll für Konsistenz im gesamten Apple-Ökosystem sorgen. Dabei soll sich das neue Design stark an visionOS orientieren. Die neue Benutzeroberfläche setzt auf Transparenz und mehrschichtige Elemente, die dezent in den Hintergrund treten und den Inhalt in den Vordergrund rücken. Navigationsleisten und Fenster werden schwebend dargestellt, was der Benutzeroberfläche eine moderne, schwerelose Ästhetik verleiht.

Neue Funktionen

Apple Intelligence wird mit macOS 16 weiter ausgebaut. Es wird erwartet, dass die verbesserten Siri-Funktionen nun endlich kommen.

Dank der Funktion „persönlicher Kontext“ soll Siri in der Lage sein, auf persönliche Informationen, die auf dem Gerät gespeichert sind, zuzugreifen und diese für Aktionen zu verarbeiten. Zudem soll Siri den Bildschirminhalt verstehen und entsprechende Aktionen ausführen können. Außerdem soll Siri eine tiefere App-Integration erhalten. Das bedeutet, dass Siri mehrstufige Aktionen mit mehreren Apps ausführen kann.

Eine ChatGPT-Integration gibt es bereits, nun soll auch Google Gemini für Siri-Anfragen genutzt werden können. Auch das Akkumanagement wird intelligenter. So sollen neue KI-Funktionen die Nutzungsmuster analysieren, um den Stromverbrauch automatisch zu optimieren.

Eine weitere Verbesserung können wir bei der WLAN-Anmeldung in öffentlichen Netzwerken erwarten. Wenn sich in Zukunft ein Benutzer auf einem Apple-Gerät, z. B. seinem Mac, bei einem öffentlichen Netzwerk anmeldet, werden die Anmeldedaten und der Zugriff automatisch auf seine anderen Apple-Geräte übertragen. Somit müssen die Anmeldeschritte nicht mehr auf jedem Gerät wiederholt werden. Für private Netzwerke ist die Funktion bereits verfügbar.

Fortschritte bei der Barrierefreiheit

Apple erweitert mehrere Funktionen zur Barrierefreiheit für Mac-Nutzer. Die Funktion „Fahrzeug-Bewegungshinweise“, die durch die Anzeige von sich bewegenden Punkten auf dem Bildschirm die Reisekrankheit reduziert, kommt vom iPhone und soll nun auch auf dem Mac zum Einsatz kommen.

Die neue Lupenfunktion nutzt die iPhone-Kamera über die „Integrationskamera“ und erstellt anpassbare Zoomfenster, die sich perfekt für Präsentationen oder detaillierte Arbeiten eignen.

Zu den weiteren Verbesserungen gehören die Kennzeichnung der Barrierefreiheit im App Store, systemweite Lesehilfen für Nutzer mit Legasthenie oder Sehschwäche, verbesserte Braille-Unterstützung und eine schnellere Erstellung der „Eigene Stimme“-Funktion durch fortschrittliches maschinelles Lernen.

Verfügbarkeit

Apple stellt große macOS-Updates in der Regel auf der WWDC Anfang Juni vor, gefolgt von Betas für Entwickler und einem Zeitplan für die Veröffentlichung im Herbst. Wir können davon ausgehen, dass macOS 16 im September 2025 auf den Markt kommt und damit Apples bewährtem Software-Release-Muster folgt.

Kategorie: Mac

Tags:

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert