Jony Ive und Laurene Powell Jobs im Interview

| 22:33 Uhr | 0 Kommentare

Jony Ive und Laurene Powell Jobs haben der Financial Times ein gemeinsamen Interview gegeben und dabei über ihre Zusammenarbeit, ihre Bedenken hinsichtlich der sozialen Auswirkungen von Technologie und das mysteriöse Hardwaregerät von OpenAI gesprochen.

Jony Ive und Laurene Powell Jobs im Interview

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Jony Ives KI-Startup IO durch OpenAI für 6,4 Milliarden Dollar übernommen wurde. Ive war lange Zeit Chef-Designer bei Apple und zeichnete unter anderem für Produkte wie iMac, iPod, iPhone und Apple Watch verantwortlich.

Laurene Powell Jobs, die Witwe von Apple-Mitbegründer Steve Jobs, war eine der ersten Investoren bei IO. Seit dem Ausscheiden von Jony Ive bei Apple im Jahr 2019 war sie eng in Ives Arbeit eingebunden. Ive gab im Gespräch zu verstehen, dass Powell Jobs maßgeblich an seinem Wechsel von Apple beteiligt. Er sagte: „Ohne Laurene gäbe es LoveFrom nicht.“ Bevor Powell Jobs IO unterstützte, unterstützte sie LoveFrom über ihre Organisation Emerson Collective.

Weder Ive noch Powell Jobs gaben weitere Details zu dem bei OpenAI entwickelten Hardwaregerät bekannt, gewährten aber Einblick in die Motivationen des Projekts und ihre gemeinsame Überzeugung, dass die aktuelle Technologie dem menschlichen Wohlbefinden nicht ausreichend dient. Beide äußerten sich besorgt über die Entwicklung der Technologie seit der Einführung des iPhone. Powell Jobs nannte als eine Folge Hinweise auf zunehmende psychische Probleme bei jungen Menschen. Sie sagte

Wir wissen heute eindeutig, dass bestimmte Technologien auch für unheilvolle Zwecke eingesetzt werden. Ein Blick auf die Studien über Teenagerinnen, über Ängste bei jungen Menschen und den steigenden Bedarf an psychischer Betreuung genügt, um zu verstehen, dass wir uns in eine andere Richtung bewegt haben. Technologie war sicherlich nicht für dieses Ergebnis konzipiert. Aber genau das ist das Ergebnis.

Das Interview berührte auch umfassendere Veränderungen in der Kultur des Silicon Valley. Ive zog in den 1990er Jahren in die USA, um bei Apple anzufangen, sagte jedoch, die Tech-Branche habe viel von ihrer ursprünglichen Zielstrebigkeit verloren:

Als ich hierher zog, kam ich, weil die Stadt von Menschen geprägt war, die ihre Aufgabe darin sahen, der Menschheit zu dienen, sie zu inspirieren und ihnen beim Schaffen zu helfen. Im Moment empfinde ich diesen Ort nicht so.

Das vollständige Interview findet ihr hier.

Kategorie: Apple

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