Mit der WWDC 2025 vor der Tür wächst die Spannung um Apples Redesign von iOS 26. Nun sorgt ein Konzept des ehemaligen Apple-Designers Sebastiaan de With für Gesprächsstoff. Obwohl es sich nicht um eine offizielle Veröffentlichung handelt, bietet dieser erste Einblick eine überraschend fundierte Vorschau auf das, was als Nächstes für die iPhone-Software kommen könnte.

Fotocredit: Sebastiaan de With / Lux
Woher stammt das Konzept?
De Withs Konzept ist keine bloße Spekulation. Er stützt sich auf seine Erfahrungen aus erster Hand während seiner Zeit bei Apple und kombiniert diese mit aktuellen Berichten von Bloombergs Mark Gurman. Laut Gurman plant Apple, seine Benutzeroberfläche für iOS, iPadOS, macOS und sogar visionOS zu vereinheitlichen. Das Redesign soll alles von App-Symbolen bis hin zu Systemmenüs neu gestalten.
Um zu verstehen, in welche Richtung sich iOS 26 entwickeln könnte, ist es hilfreich, einen Blick auf die Anfänge zu werfen. In den Anfangstagen lehnte sich das iPhone OS stark an Mac OS X Tiger an und zeichnete sich durch realistische Texturen, Farbverläufe und verspielte Animationen aus. De With erinnert sich, dass selbst das Löschen einer Notiz sich greifbar anfühlte, da sie visuell in einen Papierkorb fiel, der sich wie ein echter Papierkorb öffnete und schloss.
Die große Wende kam mit iOS 7. Apple ließ den Realismus hinter sich und setzte stattdessen auf ein flaches Design. Visuelle Elemente wie Parallaxe und mattierte Hintergründe halfen dabei, Inhalte voneinander zu trennen, ohne auf Metaphern aus der physischen Welt zurückzugreifen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Plattform in Richtung Weichheit und fügte den Oberflächen abgerundete Ecken und dynamische Unschärfe hinzu.
Eine von visionOS inspirierte Zukunft
Jetzt veranlasst visionOS Apple dazu, die Benutzeroberfläche erneut zu überdenken. Das Betriebssystem der Vision Pro wurde für räumliches Computing entwickelt und bietet ein immersives, animiertes Erlebnis. Diese Richtung soll bald das Aussehen und die Bedienung von iOS 26 und Co. prägen.
Wenn Apple den von de With angedeuteten Weg einschlägt, könnte iOS 26 eine Ästhetik annehmen, die er als „Living Glass“ bezeichnet. Dieses Konzept verbindet die Dynamik von visionOS mit dem schlanken Hardware-Design der Apple-Geräte. Man stelle sich UI-Elemente vor, die mattem Glas ähneln, subtil auf Licht reagieren oder sich leicht verschieben, wenn man das Smartphone neigt.
Anstatt einfach nur über den Inhalten zu liegen, könnten sich Schaltflächen und Menüs animiert an ihren Platz bewegen. Die Ebenen könnten sich unabhängig voneinander bewegen und so ein Gefühl von Bewegung und Tiefe vermitteln. Dabei sollen die Elemente den Nutzer nicht überfordern, sondern die Benutzeroberfläche lebendig wirken lassen.
Enthüllung auf der WWDC
Alle Augen sind nun auf die WWDC 2025 gerichtet. Apple hat zwar noch keine Details bestätigt, aber das Konzept von de With schafft eine spannende Grundlage. Wenn iOS 26 tatsächlich die Prinzipien von visionOS auf das iPhone überträgt, können Nutzer nicht nur ein neues Aussehen erwarten, sondern auch ein flüssigeres und einheitlicheres Erlebnis auf allen ihren Geräten.
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