Seit vielen Jahren kauf Apple Mobilfunkchips bei Qualcomm, um diese im iPhone und iPad zu verbauen. Ebenfalls seit mehreren Jahren arbeitete das Unternehmen aus Cupertino daran, unabhängig von Qualcommm zu werden und eigene Mobilfunkchips zu entwickeln. Anfang dieses Jahres hat Apple beim iPhone 16e den Anfang gemacht. Dieses iPhone-Modelle ist das erste seiner Art, bei dem der Hersteller auf den selbst entwickelten C1-Chip setzt. Dieser schlägt sich gut und wird in den kommenden Jahren in der zweiten und dritten Genration weitere iPhone- und iPad-Modelle erreichen. Nun spricht Qualcomm CEO Cristiano Amon über die Zukunft nach Apple.
Wie geht es für Qualcomm nach Apple weiter?
Apple ist natürlich nicht der einzige Kunden von Qualcomm. Nichtsdestotrotz setzt Chip-Hersteller mehrere Milliarden Dollar mit Apple um. Im Podcast „Opening Bid“ von Yahoo Finance spielt Amon die Konsequenzen der Geschäftsbeziehung zu Apple herunter. Was soll er auch anderes sagen? Er gab zu verstehen, dass sein Unternehmen so plant, als würde der iPhone-Hersteller in den nächsten Jahren vollständig auf ein eigenes Modem umsteigen.
„Das ist unser Vertrag, wissen Sie, und wenn wir keinen neuen Vertrag bekommen, ist es eben so“, sagte Amon. „Und es gibt so viel Drama und Assoziationen um die Beziehung zu Apple, was meiner Meinung nach ehrlich gesagt nicht gerechtfertigt ist.“
Qualcomm ist seit langem Apples wichtigster Modemlieferant mit einem geschätzten Jahresumsatz zwischen 5,7 und 5,9 Milliarden US-Dollar.
Zuletzt hatten Qualcomm und Apple einen Lizenzvertrag bis März 2027 verlängert. Gleichzeitig dürften die Bestellungen von Apple bei Qualcomm schon jetzt zurückgefahren werden. Das iPhone 16e setzt bereits auf den C1-Chip und im Herbst könnte ein Modelle der iPhone 17 Familie ebenfalls einen eigenen Apple 5G-Chip erhalten.
Neben Android-Smartphone-Herstellern gibt es zahlreiche andere Unternehmen, die Mobilfunkchips bei Qualcomm bestellen. Qualcomm setzt stark auf die Automobilindustrie, das IoT und auf Rechenzentren. Nach einem holprigen Start vor Jahren kündigte das Unternehmen kürzlich eine neue Offensive im Bereich der KI-basierten Serverchips an und hofft, sich neben Nvidias dominierenden GPUs zu positionieren.

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