Apple spricht in Interviews über die Verzögerung der neuen Siri-Funktionen [Videos]

| 21:44 Uhr | 0 Kommentare

Auf der WWDC 2024 Keynote machte Apple noch große Versprechungen hinsichtlich einer intelligenteren und persönlicheren Version von Siri. Der virtuelle Assistent sollte ein tieferes Kontextbewusstsein, ein besseres Verständnis der Gewohnheiten der Nutzer und die Fähigkeit erhalten, personalisierte Informationen aus Apps wie Mail und Nachrichten abzurufen. Aber selbst ein Jahr später fehlen diese Funktionen immer noch. Was ist also passiert?

Hintergründe der Verzögerung

Nachdem Apples Software-Chef Craig Federighi bereits mit iJustine über die Verzögerung der verbesserten Siri gesprochen hat, folgen nun einige weitere Interviews, die sich dem Thema widmen.

Im Gespräch mit Tom’s Guide erklärte Federighi, dass die ursprüngliche Systemarchitektur der neuen Siri einfach nicht das von Apple erwartete Qualitätsniveau liefern konnte. Trotz aller Bemühungen in der Anfangsphase wurde klar, dass die Grundlage der ersten Generation zu begrenzt war.

Anstatt Kompromisse einzugehen, entschied sich Apple für einen Kurswechsel. Zum Frühjahr 2025 hatte das Unternehmen beschlossen, vollständig auf eine fortschrittlichere Architektur der zweiten Generation umzusteigen, die sich bereits in der Entwicklung befand. Diese neue Grundlage soll die erforderliche Zuverlässigkeit und Flexibilität bieten, um die personalisierten Siri-Funktionen auf dem von den Nutzern erwarteten Niveau zu ermöglichen. Diese Änderung erforderte jedoch mehr Zeit, sodass sich der voraussichtliche Veröffentlichungstermin auf 2026 verschob.

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Höhere Standards angestrebt

Selbst mit der verbesserten Architektur arbeitet Apple laut eigenen Angaben noch an der Verfeinerung der Funktionen. Federighi betonte, dass Siri die hohen Anforderungen von Apple an Zuverlässigkeit und Datenschutz erfüllen muss. Marketingchef Greg Joswiak bestätigte, dass das aktualisierte Veröffentlichungsziel irgendwann im Jahr 2026 liegt, wahrscheinlich als Teil von iOS 26.4.

Obwohl die Verzögerung Kritik hervorgerufen hat, darunter mehrere Sammelklagen in den USA und Kanada, hält Apple daran fest, dass es vorrangig darum geht, ein sinnvolles, ausgereiftes Erlebnis zu bieten. Die Klagen beruhen auf der Tatsache, dass Apple die Funktionen ursprünglich mit einem Zeitrahmen von einem Jahr beworben hatte, was sich nun als zu ehrgeizig bewiesen hat.

Die WWDC 2024 Demo war echt

Außerdem wurde spekuliert, dass das auf der WWDC 2024 vorgestellte Siri-Update nur eine vorbereitete Demo war, anstatt eine wirklich funktionierende Version.

In einem weiteren Interview mit dem Wall Street Journal wies Federighi diese Vermutung entschieden zurück. Ihm zufolge basierten die vorgestellten Funktionen auf einem echten, funktionierenden System, das von einem Live-Sprachmodell und einer semantischen Suchmaschine angetrieben wurde.

„Wir haben echte, funktionierende Software gefilmt”, erklärte er. Joswiak pflichtete ihm bei und betonte, dass es sich bei der Demo nicht um eine Simulation handelte. Trotz funktionierender Prototypen war Apple jedoch mit der Gesamtleistung und der Benutzererfahrung nicht zufrieden.

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Kategorie: Apple

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