Siri-Update: Apple erklärt, wie es zur Verzögerung kam und stellt weitere Funktionen in Aussicht [Video]

| 12:31 Uhr | 0 Kommentare

Im Zuge der diesjährigen WWDC sprach Apple ein Thema an, das viele Nutzer beschäftigt. Was ist mit dem versprochenen Siri-Update passiert? Bereits 2024 hatte das Unternehmen bedeutende Verbesserungen für den Sprachassistenten angekündigt. Doch viele dieser Funktionen wurden nie veröffentlicht. Nun bringt Apples Software-Chef Craig Federighi etwas Licht ins Dunkel und deutet bei der Gelegenheit weitere Neuerungen an.

Fotocredit: Apple

Warum sich die neuen Siri-Funktionen verspäten

Apple arbeitet bekanntlich an einer großen Erweiterung für Siri. Nachdem die Veröffentlichung des Updates auf unbestimmte Zeit verschoben wurde, gab sich nun Federighi in einem Interview mit der Tech-YouTuberin iJustine ungewöhnlich offen. So erklärte er, dass die ursprünglich geplanten Siri-Funktionen intern zwar bereits funktionieren, allerdings nicht zuverlässig genug für den Alltagseinsatz sind.

Federighi betonte, dass Sprachassistenten konstant verlässlich arbeiten müssen. Wenn Nutzer Siri nicht vertrauen können, wird die Funktion schnell ignoriert. Dieser Gedanke führte bei Apple zu einer Kurskorrektur. Anstatt halbfertige Funktionen zu veröffentlichen, wurde das Konzept überarbeitet. Diese Entscheidung führte zu der Verzögerung. Aber das Ziel bleibt klar. Siri soll intelligenter und zuverlässiger werden. Für Apple ist Zuverlässigkeit keine Zusatzfunktion, sondern eine Grundvoraussetzung.

Eine intelligentere Siri

Apples grundsätzlicher Plan bleibt somit bestehen. Mit der Einführung von „Personal Context“ soll Siri in der Lage sein, auf persönliche Informationen, die auf dem Gerät gespeichert sind, zuzugreifen und diese verarbeiten können. Hierzu zählen zum Beispiel E-Mails, Nachrichten, Dateien und Fotos. Dank dieser Verbesserung kann Siri auf der Grundlage eurer digitalen Interaktionen relevantere Unterstützung anbieten. Wenn ihr beispielsweise eine in einer E-Mail enthaltene Flugnummer sucht oder einen von einem Freund empfohlenen Podcast abspielen wollt, kann Siri diese Informationen schnell abrufen.

Eine weitere geplante Funktion ist „Onscreen Awareness“. Mit dieser Verbesserung kann Siri den auf dem Bildschirm des Geräts angezeigten Inhalt erkennen und darauf basierend entsprechende Aktionen ausführen. Wenn euch jemand zum Beispiel eine Adresse per Textnachricht schickt, könnt ihr Siri sagen, dass diese Adresse zu euren Kontakten hinzugefügt werden soll.

Zudem soll Siri eine tiefere App-Integration erhalten. Das bedeutet, dass Siri in der Lage sein wird, mehr in und zwischen Apps zu tun. Apple hat noch nicht allzu viel darüber gesagt, was Siri in den Apps machen kann. Ein paar Beispiele hat das Unternehmen dennoch aufgeführt. Hierzu zählen das Verschieben von Dateien von einer Anwendung in eine andere und die Bearbeitung von Fotos, um diese dann an eine Person zu verschicken. Die Erstellung einer Wegbeschreibung, um die Ankunftszeit per Nachricht zu verschicken, ist eine weitere interessante Anwendungsmöglichkeit.

Alles kommt wie versprochen und noch mehr

Trotz der Verschiebung bleibt Apple bei seinen Zusagen. Federighi bekräftigte, dass alle angekündigten Siri-Funktionen weiterhin geplant sind. Zudem deutete er an, dass darüber hinaus zusätzliche Neuerungen in Arbeit sind. Konkrete Details nannte er nicht. Doch er stellte klar, dass Apple nur dann neue Funktionen einführen will, wenn sie wirklich ausgereift sind.

Was heißt das alles für diejenigen unter uns, die sehnsüchtig darauf warten, dass Siri durch die KI zum Leben erweckt wird? Wir werden die neuen Siri-Funktionen in nächster Zeit nicht zu Gesicht bekommen. Die gute Nachricht: Wenn sie kommen, dürften sie ausgefeilt, zuverlässig und nützlicher denn je sein.

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