Balkonkraftwerke sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Es ist denkbar einfach, ein Balkonkraftwerk zu installieren und Solarstrom zu produzieren. Thematisch passend, haben wir in den letzten Jahren Balkonkraftwerke mehrerer Hersteller getestet, zuletzt unter anderem SolarFlow 800 Pro von Zendure. Der deutsche Normierungsprozess für Steckersolargeräte ist aktuell in einer fortgeschrittenen Phase. Dieser ist möglicherweise gegenläufig zum internationales Normungsprojekt bei der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC).

Balkonkraftwerke: Zendure positioniert sich gegen den vorgeschlagenen Regelungsentwurf der IEC
Die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE), die für die Normung im Bereich der Elektrotechnik in Deutschland zuständig ist, hat den Entwurf der Produktnorm DIN VDE V 0126-95 („Steckersolargeräte für Netzparallelbetrieb – Grundlegende Sicherheitsanforderungen und Prüfungen“) veröffentlicht. Die endgültige Fassung soll bis zum Ende des Q3/2025 veröffentlicht werden.
Parallel dazu gibt es ein internationales Normprojekt bei der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC). Dieses könnte allerdings gegenläufig zu den deutschen Regelungen sein. Die aktuelle Diskussion bezieht sich auf eine Formulierten der IEC. Dort heißt es „A generating set shall not be connected to a final circuit.“ Dies bedeutet, dass Balkonkraftwerke in einem separat abgesicherten Stromkreis installiert werden müssten.
Bryan Liu, CEO von Zendure, positioniert sich klar gegen diese Regelung, da sie die Nutzung von Solarenergie für Endverbraucher und eine Demokratisierung von Energie erschweren würde. Er kommentiert wie folgt dazu:
„Wir bei Zendure lehnen die vorgeschlagenen Änderungen im Entwurf der IEC-Norm 60364-7-751 entschieden ab, die vorschreiben würden, dass Balkonkraftwerke über einen eigenen, separat abgesicherten Stromkreis installiert werden müssten. Denn dies würde den einfachen Zugang zu Solarenergie erheblich erschweren und die Energiewende eher verlangsamen als beschleunigen. Weiterhin haben sich Plug-and-Play-Systeme als eine effektive und sichere Möglichkeit erwiesen, alle direkt in die Energiewende einzubeziehen – einfach, kostengünstig und dezentralisiert.
Die Verpflichtung zu einer professionellen Installation würde nicht nur die Kosten erheblich erhöhen, sondern auch viele Nutzergruppen, wie Mieter und Menschen mit geringerem Einkommen, ausschließen. Dieser Vorschlag steht in direktem Widerspruch zu den Zielen der Demokratisierung der Energie.
Gleichzeitig begrüßt Zendure, dass dass die zuständige deutsche Normungsorganisation (DKE) ebenfalls Bedenken gegenüber diesem IEC-Entwurf geäußert hat und plant, dagegen zu argumentieren.
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Die Energiekonzerne schlagen zurück mit dem Hammer der IEC. Was da alles aufgefahren wird wenn sich der normale Bürger auch ein winziges Stückchen von Kuchen abschneiden will.
Ähnliches würde passieren wenn wir anfangen würden uns unser eigenes Trinkwasser herzustellen. Die Monopole müssen fallen. Apple wird als Monopol bezeichnet und bekämpft. Wasser und Energie sind die heimlichen Probleme des Systems. Abschaffen !