Ein ambitionierter Milliarden-Deal zwischen OpenAI und dem von Jony Ive mitgegründeten KI-Startup gerät schon früh in rechtliche Turbulenzen. Der Auslöser ist die Wahl des Namens „io“ für das junge Unternehmen. Wie OpenAI auf X verkündet, fühlt sich das ebenfalls im KI-Bereich tätige kalifornische Unternehmen iYo aufgrund der Namensgleichheit in seinen Rechten verletzt.

OpenAI im Konflikt mit iYo
Ende Mai hatte OpenAI-Chef Sam Altman die geplante Übernahme von io öffentlich gemacht. Hinter dem Projekt steht Apples ehemaliger Chefdesigner Jony Ive. Ziel der Zusammenarbeit ist es, KI-Geräte zu entwickeln, die sich im Alltag nahtlos nutzen lassen. Die Übernahme war OpenAI rund 6,5 Milliarden US-Dollar wert.
Während die Finanzierung gesichert scheint, könnte jedoch der Name zum Problem werden. Denn iYo hatte bereits vor der offiziellen Ankündigung des Deals Bedenken geäußert und auf mögliche Markenrechtsverletzungen hingewiesen. Die Auseinandersetzung zog sich über mehrere Wochen hin, bevor nun eine erste gerichtliche Entscheidung fiel. So konnte iYo vor Gericht durchsetzen, dass OpenAI sämtliche Hinweise auf „io“ von seiner Webseite entfernen muss.
iYo verweist in dem Zusammenhang auf eigene Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz, insbesondere ein sprachgesteuertes Kopfhörersystem. Die zuständige Richterin erkannte die Verwechslungsgefahr zwischen den beiden Markennamen und sprach sich für iYo aus. OpenAI hat derweil angekündigt, gegen die Entscheidung vorzugehen. Gleichzeitig stellt das Unternehmen klar, dass der Konflikt keinen Einfluss auf die Übernahme selbst habe. Der Deal mit Ive soll wie geplant weiterlaufen.
This page is temporarily down due to a court order following a trademark complaint from iyO about our use of the name “io.” We don’t agree with the complaint and are reviewing our options.https://t.co/suwMRPTHqB
— OpenAI Newsroom (@OpenAINewsroom) June 22, 2025
Trotz der Aufmerksamkeit, die das neue Projekt bereits erfahren hat, ist nur wenig über das erste Gerät des noch jungen Unternehmens bekannt. Laut den ersten Gerüchten soll dieses Gerät kompakt genug sein, um in eine Hosentasche zu passen. Der Analyst Ming-Chi Kuo deutete an, dass das Gerät etwas größer sein wird als der eingestellte Humane AI Pin. Es soll „so kompakt und elegant wie ein iPod Shuffle“ aussehen, schrieb er in einem Social-Media-Post.
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