Im zweiten Quartal konnte Apple im weltweiten PC-Markt deutlich zulegen. Laut einer aktuellen Analyse von IDC steigerte das Unternehmen seine Mac-Auslieferungen im Jahresvergleich um satte 21,4 Prozent. Damit legte Apple unter den Top-Herstellern am meisten zu. Trotzdem reicht es weiterhin nur für Platz vier im globalen Ranking.

Wachstum auf dem Weltmarkt, Flaute in den USA
Konkret lieferte Apple laut IDC weltweit 6,2 Millionen Macs aus. Im Vorjahresquartal waren es noch 5,1 Millionen. Damit liegt Apple zwar immer noch deutlich hinter Lenovo, HP und Dell, die jeweils zwischen 9,8 und 17 Millionen Geräte absetzten, dennoch zeigt die Kurve klar nach oben.
Anders sieht es auf dem US-Markt aus. Dort stagnierte der Absatz im gleichen Zeitraum. IDC führt dies auf die US-Zollpolitik zurück. So hatten viele Hersteller im Vorquartal ihre Lagerbestände aufgestockt, um den drohenden US-Zöllen zuvorzukommen. Apple war hier besonders aktiv und hatte im Vergleich zu anderen Herstellern in den USA eine besonders hohe Vorab-Auslieferung vorgenommen. Diese Vorzieheffekte bremsen jetzt die Nachfrage. Hinzu kommt aufgrund der wirtschaftlichen unsicheren Situation eine Zurückhaltung vieler Kunden.
Weltweit wuchs der PC-Markt um 6,5 Prozent auf insgesamt 68,4 Millionen Geräte. Apples Zuwachs liegt also deutlich über dem Branchendurchschnitt. Doch gerade in den USA bleibt die Entwicklung abzuwarten. Somit gibt der internationale Markt aktuell mehr Anlass zur Freude als der Heimatmarkt.
Ausblick auf das dritte Quartal
Trotz der aktuellen Unsicherheiten ist IDC für das dritte Quartal vorsichtig optimistisch gestimmt. Die Branche navigiere durch ein „unklares Marktumfeld“, wie Ryan Reith, Vice President bei IDC, betont. Hersteller agieren hierbei mit besonderer Zurückhaltung, da sie das Risiko hoher Lagerbestände und möglicher Nachfrageschwankungen vermeiden wollen. Gleichzeitig möchten sie flexibel genug bleiben, um auf kurzfristige Marktchancen reagieren zu können.
Interessant ist die Einschätzung für die kommenden Monate. Demnach wird erwartet, dass die Anbieter vermehrt Sonderaktionen starten, die den Absatz wieder antreiben würden. Solche Rabattaktionen könnten ein Mittel sein, um die Überbestände wieder abzubauen.
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