Apples F1-Film hat bereits mehr als 400 Millionen Dollar eingespielt

| 18:31 Uhr | 0 Kommentare

Als wir das erste Mal über Apples F1-Filmprojekt berichtet hatten, war noch nicht ersichtlich, dass wir es hier mit Apples bisher größtem Kino-Erfolg zu tun haben werden. Nach mehreren eher verhaltenen Filmversuchen stand dieses Jahr viel auf dem Spiel. Mit „F1 – Der Film“ schickt der Techriese ein Projekt ins Rennen, das ein Statement an Hollywood sein soll. Und wenn wir auf die jüngsten Einspielergebnisse schauen, scheint das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht zu sein.

Fotocredit: Apple

Ein Film mit langem Atem

Als „F1“ Ende Juni 2025 in die Kinos kam, war schnell klar, dass hier etwas Besonderes passiert. Bereits am Startwochenende zeigte sich, dass der Film Apples bisher erfolgreichster Kinostart darstellte. Weltweit summieren sich laut Box Office Mojo die Einnahmen inzwischen auf über 400 Millionen Dollar. Und das, obwohl sich „F1“ gegen starke Konkurrenz wie den neuen Superman behaupten musste.

Trotz des klassischen Rückgangs der Einnahmen nach einem Startwochenende konnte sich „F1“ relativ stabil an den Kinokassen behaupten. Zwar sank Woche für Woche der Umsatz, wie es im Kino fast immer der Fall ist, doch das Publikum blieb dran. Dank positiver Kritiken und einer großen Marketingkampagne konnte Apple das Interesse an seinem F1-Film aufrechterhalten, was auch den Hauptdarsteller Brad Pitt freuen dürfte. Der Star steuert mit Apples Durchbruch auf einen seiner erfolgreichsten Filme zu. Nur „World War Z“ und „Troy“ haben bisher mehr eingespielt.

Apple hat hierfür nicht nur viel Geld investiert, sondern sichtbar gelernt. Der Marketingaufwand war enorm, die Kampagne durchdacht und konsequent umgesetzt. Der Erfolg zeigt, dass der Konzern bereit ist, die Kontrolle weiter auszubauen. Künftig könnte Apple sogar den Vertrieb selbst in die Hand nehmen, anstatt sich mit Studios wie Warner Bros. die Gewinne zu teilen.

Was bleibt, ist die Kostenfrage

Am Ende steht natürlich die Frage, ob Apple mit „F1“ wirklich Geld verdient. Die Produktionskosten werden auf 200 bis 300 Millionen Dollar geschätzt. Hinzu kommt eine Marketingoffensive, die allein 50 Millionen Dollar gekostet haben soll. Das sieht auf den ersten Blick schon mal gut aus. Dennoch gilt in der Branche allgemein die Faustregel, dass ein Film das 2,5-Fache seiner Kosten einspielen muss, um als profitabel zu gelten. Rechnet man nach der gängigen Branchenlogik, müsste der Film rund 625 Millionen Dollar einspielen, um in die Gewinnzone zu kommen.

Hier gibt es jedoch noch eine weitere wichtige Komponente. Apple denkt langfristig. „F1“ wird bald digital vermarktet, erst als Kaufversion, dann auf Apple TV+. Damit soll nicht nur mit dem Film selbst Geld verdient werden. Es geht auch darum, das Streaming-Angebot attraktiver zu machen und neue Abonnenten zu gewinnen.

Ein Blick in die Zukunft

Im August folgt mit „Highest 2 Lowest“ ein kleineres Projekt. Gleichzeitig laufen bereits Vorbereitungen für den nächsten großen Wurf. So arbeitet Apple mit F1-Regisseur Joseph Kosinski bereits an einem neuen Projekt. Es soll sich um einen Film über die politische Dimension einer UFO-Offenlegung handeln. Das Projekt enthält laut Berichten die feste Zusage einer breiten Kinoveröffentlichung. Bis zur Premiere dürfte es aber noch dauern.

Kategorie: Apple

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