CarPlay Ultra ist da. Zumindest ein bisschen. Drei Jahre nach der Ankündigung hat Apple seine nächste Infotainment-Stufe gezündet, allerdings in homöopathischer Dosis. Wer nicht gerade in Nordamerika wohnt und einen brandneuen Aston Martin DB12 besitzt, bleibt außen vor. Genau dieses Luxusmodell nutzte Ars Technica für einen einwöchigen Test. Dabei offenbarte sich sowohl viel Potenzial als auch einige Stolpersteine.

Fotocredit: Apple
Einrichtung mit Hindernissen
Die Ersteinrichtung läuft kabellos über Bluetooth und setzt mindestens ein iPhone 12 mit iOS 18.5 voraus. Ars Technica nutzte für seinen Praxistest ein iPhone 16 Pro. Die Kopplung dauerte ein paar Minuten länger als gewohnt. Eine Zustimmung zum Datenaustausch später kann die neue Benutzeroberfläche begutachtet werden, die auch direkt beim Entriegeln des Fahrzeugs auf allen Bildschirmen erscheint. Das wirkt elegant und beschleunigt den Start.
Weniger elegant ist hingegen, dass CarPlay Ultra komplett vergessen wird, wenn das iPhone im Betrieb ausgeschaltet wird und somit ein Verbindungsabbruch erfolgt. Das System fiel in diesem Fall im Test auf die Herstelleranzeigen zurück und verlangte beim nächsten Start eine frische Einrichtung. Das wirkt nicht wie Zukunft, sondern wie Beta.
Schön anzusehen, nicht immer flink
Optisch weiß CarPlay Ultra zu beeindrucken. Apple hat verschiedene Layouts für das Cockpit entwickelt, die tatsächlich wie aus einem Guss wirken. Doch bei sportlicher Fahrweise kam Ernüchterung auf. Tacho und Drehzahlmesser hinkten der Realität leicht hinterher. Keine Katastrophe, aber auch kein Maßstab.
Dafür glänzt das neue System mit seiner Funktionstiefe. Fahrmodi, Klimaanlage und weitere Funktionen lassen sich intuitiv über das Interface steuern. Im Alltag macht das wirklich einen Unterschied. Allerdings gibt es Grenzen. Für manche Einstellungen muss man CarPlay Ultra verlassen, da sie noch nicht angeboten werden.
Eingeschränkte App-Auswahl
Ein Kritikpunkt, der beim Test besonders ins Gewicht fiel, ist die App-Situation. Auf dem Hauptbildschirm von CarPlay Ultra wird ausschließlich Apple Maps angezeigt. Alternative Navigationslösungen wie Google Maps oder Waze lassen sich zwar starten, erscheinen dann aber nicht im digitalen Cockpit. Wer das nicht mag, kann wieder zur klassischen CarPlay-Oberfläche zurückkehren, denn diese wird auch von Aston Martin unterstützt.
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