Apples Strategie bis 2026: Apple Intelligence und faltbares iPhone als Schlüssel zum Erfolg

| 17:39 Uhr | 0 Kommentare

Apple steht vor einer entscheidenden Phase. Die Investmentfirma TD Cowen ist der Meinung, dass das Unternehmen bis Ende 2026 Zeit hat, seine Apple Intelligence Strategie erfolgreich umzusetzen. In der Zwischenzeit wird Apple laut den Analysten ein moderates Wachstum erleben, während das Unternehmen neue Produktkategorien wie faltbare Geräte auf den Markt bringt. Doch der Druck wächst, da die Konkurrenz nicht schläft.

TD Cowen bleibt positiv gestimmt

Im letzten Jahr hatte TD Cowen die Kursprognose für Apple aufgrund von optimistischen Erwartungen an die Apple Intelligence Strategie und gestiegenen Verkäufen in China angehoben. Doch die Fortschritte kommen langsamer als erhofft. Das Kursziel bleibt zwar bei 275 US-Dollar und die Empfehlung lautet „Kaufen“, doch die Herausforderungen sind nicht zu übersehen.

Tarifpolitik

Die Auswirkungen der Zölle auf den internationalen Handel haben Apple dazu gezwungen, seine Produktionsstrategie anzupassen. TD Cowen beschreibt in seinem jüngsten Branchenbericht, wie Apple Produktionszahlen vorzieht, um sich auf zukünftige Zölle in Höhe von 25 % auf Halbleiter vorzubereiten.

Für das Juni-Quartal 2025 wird eine Produktion von 48 Millionen iPhones erwartet, was spürbar mehr ist als die ursprünglich prognostizierten 43 Millionen. So will Apple mögliche Probleme aufgrund der Tarifpolitik abfedern. Dennoch bleibt die Gesamtprognose für das Jahr 2025 bei 223 Millionen iPhones, was einem moderaten Anstieg von 4 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Apple Intelligence

Trotz dieses Wachstums gibt es Bedenken. Die Verkäufe in China entwickeln sich schwächer als erwartet. Dabei scheint Apples KI-Strategie nicht schnell genug voranzukommen. TD Cowen geht davon aus, dass Apple 18 Monate Zeit hat, um Apple Intelligence zu einer überzeugenden Funktion zu machen, ansonsten wird die Konkurrenz zu weit fortgeschritten sein.

Als Apple Intelligence auf der WWDC 2024 vorgestellt wurde, erklärte Apple, dass es sich hier um einen großen Sprung nach vorn in der Art und Weise handelt, wie Nutzer mit ihren Geräten interagieren werden. Eine intelligentere, kontextbezogenere Siri, KI-generierte Bilder und hilfreichere, integrierte Werkzeuge standen im Mittelpunkt der Apple-Präsentation. Davon ist leider nur ein Teil erfüllt worden. Dass Apple Intelligence in China aufgrund von Verzögerungen immer noch auf sich warten lässt, schmerzt das Unternehmen besonders. Denn in dem Land gehören KI-Funktionen zu den größten Verkaufsargumenten auf dem Smartphone-Markt.

Faltbare Geräte

Apple könnte in den kommenden Jahren den nächsten großen Schritt machen und ein faltbares iPhone auf den Markt bringen. TD Cowen prognostiziert, dass Apple im September 2026 das „iPhone 18 Fold“ vorstellen wird. Erwartet werden Verkaufszahlen zwischen 7 und 10 Millionen Geräten.

Das erste faltbare iPhone wird laut den bisherigen Gerüchten ein 7,8 Zoll großes Innendisplay und ein 5,5 Zoll großes Außendisplay bieten. Zudem heißt es, dass das Gerät mit zwei Kameras auf der Rückseite, einer Kamera auf der Vorderseite und einem Touch ID Sensor in der Einschalttaste ausgestattet ist. Dabei soll das Gerät relativ dünn sein und im ausgeklappten Zustand etwa 4,5 mm und im zusammengeklappten Zustand zwischen 9 mm und 9,5 mm dick sein.

Interessanterweise gibt es auch Spekulationen über ein faltbares iPad. Obwohl einige Gerüchte besagen, dass Apple das Gerät aufgegeben hat, hält TD Cowen an der Idee fest und rechnet mit Verkaufszahlen von 5 bis 6 Millionen Einheiten für ein solches Gerät.

Apples kurzfristige Ertragsaussichten

In Indien verfolgt Apple große Pläne. Über 50 Millionen iPhones sollten dort produziert werden, doch bisher sieht es eher nach 40 Millionen aus. Gleichzeitig zeigt die Konkurrenz von Samsung eine steigende Bestellmenge, während Xiaomi und Oppo aufgrund schwächerer Nachfrage ihre Bestellungen verringern.

Für iPads, Macs und Wearables erwarten die Analysten im Juni-Quartal einen leichten Rückgang der Verkaufszahlen. Allerdings wird für das September-Quartal ein moderates Wachstum erwartet. Ein schwieriges Thema bleibt die Apple Vision Pro. Die Verkaufszahlen des Mixed-Reality-Headsets sollen deutlich unter den Erwartungen bleiben. Statt der geplanten 350.000 Einheiten wird Apple voraussichtlich nur 60.000 Einheiten verkaufen.

Der Service-Bereich als Wachstumstreiber

Ein stabiler Wachstumsfaktor für Apple bleibt der Service-Bereich. TD Cowen geht davon aus, dass der Umsatz mit Apple-Diensten auch weiterhin um rund 11 % wachsen wird. Dienste wie iCloud, Apple Music und der App Store tragen dazu bei, die Schwankungen im Hardware-Bereich auszugleichen.

Die Prognose von TD Cowen für Apple bleibt somit insgesamt positiv. Auch wenn in naher Zukunft keine großen Umsatzsteigerungen zu erwarten sind, positioniert sich Apple langfristig gut. Andere Finanzinstitute wie JP Morgan und Morgan Stanley teilen ebenfalls diesen vorsichtigen Optimismus.

(via AppleInsider)

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